Tausende Familienfotos liegen in Google Fotos. Urlaube, Kindergeburtstage, der erste Schultag und kleine Videos aus dem Alltag.
Und irgendwann kommt die Frage:
„Sollten wir davon nicht noch eine Kopie außerhalb von Google haben?“
Gerade bei wichtigen Familienfotos halte ich das für sinnvoll.
Google Fotos ist bequem und kann Fotos und Videos automatisch in deinem Google-Konto sichern. Eine zusätzliche Kopie auf einer externen Festplatte schafft aber eine weitere Sicherheitsebene.
Dabei geht es nicht darum, Google Fotos zu ersetzen. Du kannst den Dienst weiterhin ganz normal nutzen und eure Fotos trotzdem zusätzlich lokal sichern.
In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Google Fotos auf eine externe Festplatte sichern kannst, wann ein normaler Download ausreicht und wann Google Takeout die bessere Lösung ist.
Google Fotos auf externe Festplatte sichern: Das Wichtigste in Kürze
Wenn du nur einige ausgewählte Fotos oder ein bestimmtes Ereignis sichern möchtest, reicht häufig der direkte Download aus Google Fotos.
Wenn du dagegen Tausende Bilder oder eure komplette Fotobibliothek sichern möchtest, ist Google Takeout meist der einfachere Weg.
So würde ich vorgehen:
- Prüfen, ob eure aktuellen Fotos wirklich in Google Fotos gesichert sind.
- Genügend freien Speicher auf Computer und externer Festplatte bereitstellen.
- Google Takeout öffnen.
- Google Fotos für den Export auswählen.
- Export erstellen lassen.
- Alle bereitgestellten Dateien herunterladen.
- Archive entpacken.
- Fotos auf die externe Festplatte kopieren.
- Einige Fotos und Videos direkt von der Festplatte öffnen.
- Erst danach über das Löschen von Bildern aus Google Fotos nachdenken.
Der wichtigste Punkt:
Das Herunterladen allein ist noch kein geprüftes Backup.
Erst wenn du einige Dateien direkt von der Festplatte geöffnet hast, weißt du, ob eure zusätzliche Kopie tatsächlich funktioniert.
Warum Google Fotos zusätzlich auf einer Festplatte sichern?
Vielleicht fragst du dich:
„Google Fotos sichert meine Bilder doch schon. Warum brauche ich noch eine Festplatte?“
Du brauchst sie nicht zwingend. Google Fotos kann für Familien ein sehr komfortabler Teil einer Sicherungsstrategie sein.
Eine externe Festplatte erfüllt aber eine andere Aufgabe: Sie schafft eine zusätzliche Kopie außerhalb des Google-Kontos.
Dann liegen eure Bilder beispielsweise an zwei Orten:
- Google Fotos: bequem für den täglichen Zugriff
- Externe Festplatte: zusätzliche lokale Kopie
Das kann besonders bei Fotos und Videos sinnvoll sein, die für euch nicht ersetzbar sind.
Denn irgendwann geht es nicht mehr nur darum, ob du ein Bild heute öffnen kannst. Es geht um die Frage:
„Gibt es noch eine zweite Kopie, wenn mit unserem bisherigen Speicherort etwas passiert oder wir unser System irgendwann verändern?“
Wann lohnt sich eine zusätzliche Festplattensicherung?
Ich würde darüber besonders nachdenken, wenn:
- Google Fotos der einzige Speicherort für viele Familienbilder ist,
- dort Fotos und Videos aus vielen Jahren liegen,
- ihr besonders wichtige Kinder- oder Familienvideos gespeichert habt,
- ihr Google Fotos aufräumen möchtet,
- euer Google Speicher knapp wird,
- ein Wechsel der Cloud geplant ist,
- oder ihr einfach eine unabhängige Kopie eurer Familienfotos haben möchtet.
Gerade vor größeren Aufräum- oder Löschaktionen würde ich die zusätzliche Sicherung zuerst erstellen.
Wenn dein Google-Speicher bereits knapp ist, findest du hier zusätzlich meinen ausführlichen Ratgeber:
→ Google Speicher voll? Das solltest du jetzt zuerst prüfen
Bevor du startest: Sind wirklich alle Fotos bei Google gesichert?
Dieser Schritt ist besonders wichtig.
Öffne Google Fotos und kontrolliere zunächst den Sicherungsstatus. Schau dabei vor allem auf eure neuesten Aufnahmen:
- Fotos von heute und gestern
- Bilder vom vergangenen Wochenende
- den letzten Geburtstag
- aktuelle Videos
- Aufnahmen aus anderen Geräteordnern
Google Takeout kann nur die Daten exportieren, die tatsächlich im Google-Konto vorhanden sind.
Wenn beispielsweise die letzten drei Monate nur auf deinem Smartphone liegen und noch nicht zu Google Fotos gesichert wurden, sind sie auch nicht plötzlich Teil des Takeout-Exports.
Sonst entsteht nachher eine falsche Sicherheit:
„Jetzt sind alle unsere Fotos auf der Festplatte.“
Obwohl vielleicht gerade die neuesten Bilder fehlen.
Deshalb: Erst Sicherungsstatus prüfen. Dann exportieren.
Google erklärt die Prüfung des Sicherungsstatus hier ausführlicher:
→ Google-Hilfe: Sicherung in Google Fotos prüfen
Liegen eure Familienfotos überhaupt nur bei Google?
Vielleicht stellst du bei dieser Prüfung fest, dass Google Fotos nur ein Teil eurer Sammlung ist.
Dein Partner nutzt zusätzlich iCloud. Auf einem alten Smartphone liegen weitere Kinderfotos. Auf dem Laptop befinden sich Aufnahmen aus früheren Jahren und irgendwo gibt es bereits eine Festplatte.
Dann würde ich nicht sofort versuchen, ausschließlich Google Fotos perfekt zu sichern.
Zuerst braucht ihr einen Überblick.
Erst herausfinden, wo eure Fotos liegen
Genau dafür habe ich den kostenlosen Cloud-Check für Familien entwickelt.
Damit prüfst du Schritt für Schritt:
- wo eure Familienfotos liegen,
- welche Cloud-Dienste ihr verwendet,
- welche Backups bereits existieren,
- welche Geräte wichtige Daten enthalten,
- wer Zugriff hat,
- und wo möglicherweise noch Lücken bestehen.
Eine Festplatte mit einer Kopie von Google Fotos ist hilfreich.
Noch hilfreicher ist es, wenn ihr wisst, ob damit tatsächlich alle wichtigen Familienerinnerungen abgedeckt sind.
Variante 1: Einzelne Google Fotos auf die Festplatte sichern
Du möchtest vielleicht gar nicht eure komplette Fotobibliothek herunterladen.
Vielleicht geht es nur um:
- einen Urlaub,
- besonders wichtige Familienbilder,
- einzelne Videos,
- oder die Fotos eines bestimmten Ereignisses.
Dann brauchst du Google Takeout nicht unbedingt.
Öffne Google Fotos am Computer, wähle das gewünschte Foto oder Video aus und nutze die Download-Funktion. Anschließend kopierst du die heruntergeladenen Dateien auf deine externe Festplatte.
→ Google-Hilfe: Fotos und Videos herunterladen
Wann ist der direkte Download sinnvoll?
Vor allem bei kleinen Mengen.
Zum Beispiel:
„Ich möchte unsere 100 schönsten Familienfotos dieses Jahres zusätzlich sichern.“
Oder:
„Dieses Urlaubsvideo soll unbedingt noch an einem zweiten Ort liegen.“
Bei Tausenden oder Zehntausenden Dateien wird dieses Vorgehen schnell unpraktisch. Dann ist Google Takeout die bessere Variante.
Variante 2: Alle Google Fotos mit Google Takeout sichern
Wenn ihr Google Fotos bereits seit Jahren verwendet, ist Google Takeout meist der praktischere Weg.
Damit kannst du größere Datenmengen aus deinem Google-Konto exportieren, ohne jedes Foto einzeln auswählen zu müssen.
Schritt 1: Google Takeout öffnen
Öffne Google Takeout und melde dich mit dem Google-Konto an, in dem sich eure Fotos befinden.
Wenn du mehrere Google-Konten verwendest, prüfe genau, ob du im richtigen Account angemeldet bist.
Gerade in Familien existieren häufig mehrere Konten. Deshalb lohnt sich dieser kurze Kontrollblick.
Schritt 2: Google Fotos für den Export auswählen
Google Takeout kann Daten aus vielen unterschiedlichen Google-Diensten exportieren.
Wenn du nur eure Fotos sichern möchtest, kannst du die anderen Dienste abwählen und Google Fotos auswählen.
So bleibt der Export übersichtlicher und du lädst nicht zusätzlich Daten herunter, die du für die Fotosicherung gar nicht benötigst.
Schritt 3: Export erstellen
Nachdem Google Fotos ausgewählt wurde, lässt du den Export erstellen.
Je nach Größe eurer Fotobibliothek kann die Erstellung etwas dauern. Du musst währenddessen nicht dauerhaft vor dem Computer sitzen.
Sobald die Daten bereitstehen, kannst du die Exportdateien herunterladen.
Schritt 4: Alle Exportdateien herunterladen
Bei großen Fotosammlungen kann der Export aus mehreren Archivdateien bestehen.
Das ist normal.
Wenn mehrere Dateien bereitgestellt werden, solltest du darauf achten, alle Teile herunterzuladen. Sonst fehlt später möglicherweise ein Teil der Sammlung.
Schritt 5: Genügend Speicherplatz einplanen
Dieser Punkt wird leicht unterschätzt.
Für eine große Fotobibliothek brauchst du genügend Platz für:
- die heruntergeladenen Archive,
- die entpackten Fotos und Videos,
- und die Kopie auf der externen Festplatte.
Prüfe deshalb vorher:
- Wie viel Speicher benötigt unsere Fotobibliothek ungefähr?
- Wie viel Platz ist auf dem Computer frei?
- Wie viel freier Speicher befindet sich auf der externen Festplatte?
Lieber etwas großzügiger planen, als mitten im Export festzustellen, dass der Speicher nicht reicht.
Schritt 6: Die Takeout-Dateien entpacken
Nach dem Download liegen eine oder mehrere Archivdateien auf deinem Computer.
Diese entpackst du zunächst. Danach findest du darin eure exportierten Fotos, Videos und möglicherweise zusätzliche Dateien.
Jetzt ist wichtig:
Noch nichts aus Google Fotos löschen.
Erst kopieren und prüfen.
Warum enthält Google Takeout manchmal JSON-Dateien?
Beim Öffnen des Exports können dir Dateien mit der Endung .json auffallen.
Davon musst du dich nicht irritieren lassen.
Solche Dateien können zusätzliche Informationen zu Fotos und Videos enthalten. Die eigentlichen Familienbilder liegen weiterhin als normale Foto- und Videodateien im Export.
Für das reine Anschauen deiner Fotos musst du die JSON-Dateien normalerweise nicht öffnen. Bei einer vollständigen Archivkopie würde ich sie zunächst einfach mit aufbewahren.
Was passiert mit dem Aufnahmedatum?
Nach dem Download kann dein Computer bei einer Datei ein neues Erstellungs- oder Änderungsdatum anzeigen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das ursprüngliche Aufnahmedatum des Fotos verloren ist. Viele Fotos enthalten diese Information weiterhin in ihren Bilddaten.
Wenn du eure Sammlung später ordentlich strukturieren möchtest, findest du hier eine einfache Vorgehensweise:
→ Familienfotos organisieren: So bekommt ihr Tausende Bilder in ein einfaches System
Schritt 7: Fotos auf die externe Festplatte kopieren
Jetzt kopierst du die entpackte Sammlung auf deine externe Festplatte.
Ich würde dafür direkt einen verständlichen Ordnernamen verwenden.
Zum Beispiel:
- Google Fotos Backup – 2026
- Google Fotos Sicherung – August 2026
Wenn du regelmäßig sicherst:
- Google Fotos Backup 2026
- Google Fotos Backup 2027
- Google Fotos Backup 2028
Das klingt nebensächlich, hilft aber später enorm.
Ein Ordner namens „Takeout neu final 2“ sagt nach drei Jahren niemandem mehr etwas.
Schritt 8: Prüfe die Sicherung
Dieser Schritt ist für mich der wichtigste des gesamten Vorgangs.
Zieh die Festplatte nicht einfach ab und denke:
„Backup erledigt.“
Öffne einige Dateien direkt von der externen Festplatte.
Zum Beispiel:
- einige ältere Fotos,
- aktuelle Bilder,
- mehrere Videos,
- Aufnahmen aus verschiedenen Jahren,
- ein paar besonders wichtige Familienfotos.
Prüfe:
- Öffnen sich die Bilder?
- Laufen die Videos?
- Sind unterschiedliche Jahre vorhanden?
- Findest du wichtige Ereignisse?
Du musst natürlich nicht Tausende Dateien einzeln kontrollieren.
Aber einige Stichproben geben deutlich mehr Sicherheit als nur ein großer Ordner auf einer Festplatte.
Ein Backup ist erst dann wirklich hilfreich, wenn du die Daten daraus auch wieder verwenden kannst.
Kann ich Google Fotos nach dem Export löschen?
Der Export über Google Takeout löscht deine Fotos nicht automatisch aus deinem Google-Konto.
Das ist gut, denn dadurch kannst du deine lokale Sicherung zuerst in Ruhe herunterladen, kopieren und kontrollieren.
Wenn dein eigentliches Ziel lautet, Google Speicher freizugeben, würde ich diese Reihenfolge einhalten:
- Export erstellen.
- Alle Dateien herunterladen.
- Archive entpacken.
- Auf die externe Festplatte kopieren.
- Sicherung prüfen.
- Besonders wichtige Fotos gegebenenfalls zusätzlich sichern.
- Erst danach Daten aus Google Fotos löschen.
Nicht umgekehrt.
Vorsicht: Google Fotos löschen und Handyspeicher freigeben sind zwei verschiedene Dinge
Hier entstehen schnell Missverständnisse.
Google Fotos bietet Funktionen, mit denen bereits gesicherte Bilder vom Smartphone entfernt werden können, um Speicherplatz auf dem Gerät freizugeben.
Das ist etwas anderes als Fotos aus Google Fotos selbst zu löschen, um Cloudspeicher freizugeben.
Bevor du größere Mengen entfernst, solltest du deshalb immer genau prüfen:
Was wird gelöscht – und wo?
Bei Familienfotos würde ich lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu schnell klicken.
Welche externe Festplatte eignet sich für Familienfotos?
Du brauchst dafür keine besonders komplizierte Technik.
Grundsätzlich kommen sowohl klassische externe Festplatten als auch SSDs infrage.
- HDD: meist viel Speicher für vergleichsweise wenig Geld.
- SSD: kompakter, schneller und ohne bewegliche mechanische Teile, häufig aber teurer pro Terabyte.
Für mich ist die Frage HDD oder SSD aber weniger wichtig als ein anderer Punkt:
Die externe Festplatte sollte nicht die einzige Kopie eurer Familienfotos sein.
Auch eine Festplatte kann kaputtgehen, verloren gehen oder beschädigt werden.
Eine externe Festplatte allein ist noch keine vollständige Backupstrategie
Wenn eure Fotos bei Google liegen und zusätzlich auf einer externen Festplatte, habt ihr bereits zwei Speicherorte.
Das ist deutlich besser als nur einer.
Eine einfache Struktur könnte beispielsweise so aussehen:
Google Fotos: Hauptsystem für den Alltag
Externe Festplatte: zusätzliche lokale Sicherung
Für besonders wichtige Familienbilder kann zusätzlich noch eine weitere unabhängige Kopie sinnvoll sein.
Du musst daraus kein kompliziertes IT-Projekt machen.
Es geht nur darum, die Erinnerungen, die euch besonders wichtig sind, nicht vollständig von einem einzigen Speicherort abhängig zu machen.
→ Warum eine Cloud kein vollständiges Backup ersetzt
Wie oft sollte man Google Fotos auf einer Festplatte sichern?
Das hängt davon ab, wie viele neue Fotos und Videos bei euch entstehen.
Für viele Familien kann ein jährliches Backup bereits ein guter Anfang sein. Wer sehr viel fotografiert oder seine lokale Kopie aktueller halten möchte, kann die Sicherung halbjährlich oder häufiger durchführen.
Ich mag eine einfache Jahresroutine:
Januar: Fotosicherung des Vorjahres
Dabei kannst du gleichzeitig:
- das Festplatten-Backup aktualisieren,
- Familienfavoriten auswählen,
- ein Fotobuch vorbereiten,
- und kurz überprüfen, ob eure Fotoordnung noch funktioniert.
So wird aus einer technischen Aufgabe eine kleine Routine, die einmal im Jahr dazugehört.
Beschrifte auch die Festplatte eindeutig
Nicht nur der Ordner sollte verständlich heißen.
Auch die Festplatte selbst.
Zum Beispiel:
FAMILIENFOTOS – BACKUP
Vielleicht ergänzt um Jahr oder Nummer.
So erkennt auch ein anderes Familienmitglied sofort, was darauf gespeichert ist.
Und genau das führt zu einem Punkt, der für mich bei einem guten Familiensystem besonders wichtig ist.
Was passiert, wenn nur du weißt, wo das Backup liegt?
In vielen Familien gibt es eine Person, die sich um die digitalen Themen kümmert.
Sie erstellt den Takeout-Export, kauft die Festplatte, kennt das Google-Konto und weiß, welcher Sicherungsordner aktuell ist.
Der Rest der Familie weiß ungefähr:
„Die Fotos werden schon irgendwo gesichert.“
Solange diese Person verfügbar ist, funktioniert das.
Aber ein gutes Familiensystem sollte nicht nur im Kopf eines Menschen existieren.
Dein Partner sollte zumindest wissen:
- dass eine zusätzliche Fotosicherung existiert,
- wo die Festplatte liegt,
- was darauf gespeichert ist,
- welcher Ordner die aktuelle Sicherung enthält.
Niemand muss dafür verstehen, wie Google Takeout technisch funktioniert.
Aber eure gemeinsame Familiengeschichte sollte auch dann auffindbar sein, wenn die Person, die das Backup eingerichtet hat, gerade nicht helfen kann.
Das ist für mich digitale Vorsorge.
Google Fotos sichern: Am Ende geht es nicht um ZIP-Dateien
Google Takeout, ZIP-Dateien, Speicherplatz und Festplatten – der Ablauf klingt zunächst technisch.
Doch die Technik ist nur Mittel zum Zweck.
Auf dieser Festplatte liegen am Ende vielleicht 30.000 Dateien.
Für euch sind es aber keine 30.000 Dateien.
Es sind die ersten Jahre eurer Kinder, Urlaube, Geburtstage, Familienfeste, Menschen, die euch wichtig sind, und kleine Videos aus einem Alltag, der irgendwann Vergangenheit ist.
Vielleicht liegt dort auch ein völlig gewöhnliches Foto, von dem heute noch niemand weiß, wie wertvoll es in zwanzig Jahren einmal sein wird.
Deshalb finde ich eine zweite Kopie sinnvoll.
Nicht weil eine externe Festplatte besonders spannend ist.
Sondern weil diese Erinnerungen nicht ersetzbar sind.
Fazit: Google Fotos auf externe Festplatte sichern – so würde ich vorgehen
Wenn du eure Google Fotos auf eine externe Festplatte sichern möchtest, würde ich diese Reihenfolge wählen:
- Sicherungsstatus in Google Fotos prüfen.
- Genügend freien Speicherplatz einplanen.
- Für kleine Mengen den direkten Download verwenden.
- Für große Sammlungen Google Takeout nutzen.
- Google Fotos für den Export auswählen.
- Alle bereitgestellten Dateien herunterladen.
- Archive entpacken.
- Fotos in einen eindeutig benannten Ordner auf die Festplatte kopieren.
- Mehrere Bilder und Videos direkt von der Festplatte öffnen.
- Erst danach über das Löschen von Daten aus Google Fotos nachdenken.
Die externe Festplatte muss Google Fotos dabei nicht ersetzen.
Sie ergänzt es.
Und genau darin liegt der große Vorteil:
Eure Familienerinnerungen hängen nicht ausschließlich an einem einzigen Speicherort.
Sind wirklich alle wichtigen Familienfotos gesichert?
Vielleicht liegen eure Bilder gar nicht ausschließlich bei Google.
Ein Teil befindet sich in iCloud, andere Fotos liegen noch auf Smartphones, Computern oder alten Festplatten.
Dann ist der erste Schritt nicht noch ein neues Backup.
Der erste Schritt ist Überblick.
Mit meinem kostenlosen Cloud-Check für Familien prüfst du Schritt für Schritt eure Fotos, Speicherorte, Clouds, Backups, Zugänge und Freigaben.
Damit du am Ende nicht nur sagen kannst:
„Google Fotos ist gesichert.“
Sondern:
„Unsere wichtigsten Familienerinnerungen sind gesichert.“
Häufige Fragen: Google Fotos auf externe Festplatte sichern
Wie bekomme ich alle Google Fotos auf eine externe Festplatte?
Für eine große oder vollständige Fotobibliothek kannst du Google Takeout verwenden. Dort wählst du Google Fotos für den Export aus, lädst die bereitgestellten Dateien herunter, entpackst sie und kopierst die Fotos und Videos anschließend auf eine externe Festplatte.
Kann ich Google Fotos direkt auf eine Festplatte herunterladen?
Einzelne Fotos und Videos kannst du über die Google-Fotos-Weboberfläche herunterladen und anschließend auf die Festplatte kopieren. Für große Sammlungen ist Google Takeout meist deutlich praktischer.
Werden meine Google Fotos gelöscht, wenn ich Google Takeout verwende?
Nein. Das Erstellen und Herunterladen eines Exports über Google Takeout löscht die vorhandenen Fotos nicht automatisch aus deinem Google-Konto.
Warum bekomme ich bei Google Takeout mehrere Dateien?
Große Exporte können auf mehrere Archivdateien verteilt werden. Das ist normal. Achte darauf, alle bereitgestellten Teile herunterzuladen, bevor du die Sicherung prüfst.
Warum enthält mein Google-Fotos-Export JSON-Dateien?
JSON-Dateien können zusätzliche Informationen zu Fotos und Videos enthalten. Die eigentlichen Bilder und Videos befinden sich zusätzlich in ihren normalen Dateiformaten im Export.
Kann sich das Aufnahmedatum nach dem Download verändern?
Das vom Computer angezeigte Datei-Erstellungsdatum kann sich durch Download und Entpacken verändern. Das ursprüngliche Aufnahmedatum kann trotzdem weiterhin in den Bildinformationen gespeichert sein.
Kann ich nach der Sicherung Fotos aus Google Fotos löschen?
Grundsätzlich ja. Vorher solltest du aber unbedingt prüfen, ob die Kopie auf der externen Festplatte vollständig und lesbar ist und ob besonders wichtige Familienfotos noch eine weitere Sicherung benötigen.
Welche Festplatte eignet sich für Google Fotos?
Sowohl externe HDDs als auch SSDs können verwendet werden. HDDs bieten häufig viel Speicher zu einem günstigeren Preis, während SSDs kompakter und stoßunempfindlicher sind. Wichtiger als die Bauart ist, dass die Festplatte nicht die einzige Kopie eurer Fotos bleibt.
Wie oft sollte ich Google Fotos auf einer Festplatte sichern?
Für viele Familien kann eine jährliche oder halbjährliche Sicherung ein guter Anfang sein. Wer sehr viele neue Fotos und Videos erstellt, kann die lokale Kopie entsprechend häufiger aktualisieren.
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