iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen: So wechselst du, ohne Familienbilder zu verlieren

iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen? Erfahre Schritt für Schritt, wie der direkte Wechsel funktioniert und worauf du bei Familienfotos achten solltest.

Das neue Android-Handy liegt auf dem Tisch. Google Fotos ist eingerichtet und die ersten neuen Bilder werden bereits gesichert.

Und dann kommt der Gedanke:

„Moment mal – unsere ganzen Familienfotos liegen doch noch in iCloud.“

Der erste Geburtstag, Weihnachten bei Oma und Opa, Urlaube, der Schulanfang, Videos vom ersten Fahrradfahren und tausende kleine Momente aus eurem Familienalltag.

Vielleicht hast du jahrelang ein iPhone benutzt und wechselst jetzt zu Android. Vielleicht verwendet dein Partner Google Fotos und ihr möchtet endlich ein gemeinsames System. Oder du willst einfach nicht länger zwei Fotowelten parallel pflegen.

Die gute Nachricht: Du musst eure komplette iCloud-Fotomediathek nicht erst mühsam herunterladen und anschließend wieder bei Google hochladen.

Apple bietet einen direkten Dienst an, mit dem du eine Kopie deiner iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen kannst. Deine bestehenden Fotos bei Apple werden dadurch nicht automatisch gelöscht oder verändert.

In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie der Wechsel funktioniert, was du vorher prüfen solltest und warum ich iCloud nach der Übertragung nicht sofort leeren würde.

iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen: Das Wichtigste in Kürze

Für eine größere bestehende iCloud-Fotomediathek würde ich den direkten Transfer von Apple zu Google nutzen.

So gehst du grundsätzlich vor:

  1. Entscheiden, ob Google Fotos künftig wirklich euer Hauptsystem sein soll.
  2. Prüfen, ob eure wichtigen Familienbilder tatsächlich in iCloud Fotos liegen.
  3. Kontrollieren, ob dein Google-Konto genügend freien Speicher bietet.
  4. Apples Seite „Daten und Datenschutz“ öffnen.
  5. „Eine Kopie deiner Daten übertragen“ auswählen.
  6. Google Fotos als Ziel wählen.
  7. Mit dem richtigen Google-Konto anmelden.
  8. Übertragung bestätigen.
  9. Warten, bis Apple den Transfer abgeschlossen hat.
  10. Google Fotos anschließend kontrollieren.
  11. iCloud Fotos zunächst bestehen lassen.
  12. Erst später entscheiden, ob du bei Apple aufräumen möchtest.

Apple gibt für den Vorgang einen Zeitraum von drei bis sieben Tagen an. Dabei wird eine Kopie übertragen. Deine vorhandenen Inhalte in iCloud Fotos bleiben bestehen.

Mein wichtigster Tipp:

Erst übertragen. Dann prüfen. Im Alltag ankommen. Erst danach aufräumen.

Warum überhaupt von iCloud zu Google Fotos wechseln?

Es gibt viele ganz normale Gründe.

Vielleicht hast du jahrelang iPhones verwendet und jetzt ein Android-Smartphone gekauft. Vielleicht nutzt dein Partner bereits Google Fotos. Oder eure Familie verwendet inzwischen verschiedene Geräte und ihr möchtet eure Bilder künftig in einem gemeinsamen System bündeln.

Gerade bei einer Mischung aus Android und Apple kann Google Fotos praktisch sein, weil der Dienst auf beiden Plattformen genutzt werden kann.

Aber auch hier gilt:

Google Fotos ist nicht automatisch besser als iCloud.

Die wichtigere Frage lautet:

Welches System passt besser zu unserer Familie?

Wenn bei euch alle Apple-Geräte verwenden und iCloud problemlos funktioniert, gibt es keinen Grund, nur aus Prinzip zu wechseln.

Ein Wechsel sollte euer digitales Leben einfacher machen – nicht einfach nur anders.

Zwei Fotowelten werden schnell unübersichtlich

Viele Familien machen gar keinen klaren Wechsel. Sie beginnen irgendwann einfach, zusätzlich einen zweiten Dienst zu verwenden.

Einige Jahre später sieht es dann vielleicht so aus:

  • iCloud Fotos: ältere iPhone-Jahre
  • Google Fotos: neuere Android-Fotos
  • WhatsApp: Bilder von Familie und Freunden
  • altes Smartphone: noch einzelne Aufnahmen
  • Festplatte: Fotos aus der Zeit davor

Und irgendwann fragt jemand:

„Wo sind eigentlich die Bilder vom Urlaub 2023?“

Dann beginnt die Suche: bei iCloud, bei Google, auf dem alten Smartphone oder vielleicht doch auf der Festplatte.

Genau das möchte ich mit einem bewussten Wechsel vermeiden.

Das Ziel lautet nicht:

möglichst viele Clouds.

Sondern:

ein Hauptsystem, das eure Familie versteht.

Soll Google Fotos künftig wirklich euer Hauptsystem sein?

Diese Entscheidung würde ich treffen, bevor du irgendetwas überträgst.

Frag dich:

  • Welche Smartphones verwenden wir heute?
  • Nutzen wir künftig eher Android, Apple oder beides?
  • Wo sollen neue Bilder automatisch landen?
  • Welches System kann auch mein Partner bedienen?
  • Wo möchten wir unsere Familienfotos in drei Jahren suchen?

Wenn Google Fotos darauf die beste Antwort ist, macht die Übertragung Sinn.

Wenn du dagegen nur vorübergehend ein Android-Gerät ausprobierst und eigentlich weiter in der Apple-Welt bleiben möchtest, würde ich nicht sofort eine große Fotomigration starten.

Ein guter Wechsel reduziert dauerhaft Komplexität.

Sind wirklich alle Familienfotos in iCloud?

Bevor du den Transfer startest, würde ich eure Fotomediathek einmal bewusst prüfen.

Du musst natürlich nicht jedes einzelne Bild kontrollieren. Schau aber beispielsweise nach:

  • den neuesten Fotos,
  • dem letzten Urlaub,
  • wichtigen Familienvideos,
  • Bildern aus älteren Jahren,
  • Fotos auf früheren iPhones,
  • und Aufnahmen aus WhatsApp oder anderen Apps, die vielleicht nie in die Fotomediathek übernommen wurden.

Der direkte Transfer kann nur Inhalte berücksichtigen, die tatsächlich in iCloud Fotos gespeichert sind.

Sonst entsteht später schnell die Annahme:

„Jetzt ist unsere komplette Fotosammlung bei Google.“

Obwohl vielleicht ein wichtiger Teil noch auf einem alten Gerät liegt.

Reicht dein Google-Speicher?

Das ist der wichtigste technische Check vor dem Start.

In deinem Google-Konto muss genügend freier Speicher für die zu übertragenden Fotos und Videos vorhanden sein.

Prüfe deshalb:

  • Wie groß ist eure iCloud-Fotomediathek ungefähr?
  • Wie viel Speicher ist im Google-Konto noch frei?
  • Bleibt danach genug Platz für neue Fotos und Videos?

Plane lieber etwas Reserve ein. Eure Fotomediathek soll nach dem Wechsel schließlich weiter wachsen.

Wenn der Google-Speicher während des Transfers voll wird, werden möglicherweise nicht alle Inhalte übertragen.

Wann funktioniert der direkte Transfer nicht?

Für den direkten Apple-Transfer müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Du benötigst:

  • iCloud Fotos,
  • einen Apple Account mit Zwei-Faktor-Authentifizierung,
  • ein Google-Konto,
  • und ausreichend freien Speicher im Google-Konto.

Der Dienst steht derzeit außerdem nicht für Kinderaccounts oder verwaltete Apple Accounts zur Verfügung.

Auch wenn bei deinem Apple Account der Erweiterte Datenschutz für iCloud aktiviert ist, kannst du diesen direkten Exportweg derzeit nicht verwenden.

Das ist gut zu wissen, falls die entsprechende Auswahl auf Apples Datenschutzseite bei dir gar nicht erscheint.

→ Apple-Hilfe zur Übertragung von iCloud Fotos zu Google Fotos

iCloud Fotos direkt zu Google Fotos übertragen – Schritt für Schritt

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, ist der eigentliche Transfer erfreulich übersichtlich.

Schritt 1: Apple „Daten und Datenschutz“ öffnen

Öffne:

→ privacy.apple.com

Melde dich dort mit dem Apple Account an, mit dem auch deine iCloud-Fotomediathek verbunden ist.

Wenn du mehrere Apple Accounts verwendest oder früher verschiedene genutzt hast, lohnt sich ein kurzer Kontrollblick.

Schritt 2: „Eine Kopie deiner Daten übertragen“ auswählen

Nach der Anmeldung wählst du:

„Eine Kopie deiner Daten übertragen“

Apple zeigt dir anschließend die für deinen Account verfügbaren Möglichkeiten.

Schritt 3: Google Fotos als Ziel wählen

Wähle Google Fotos als Ziel und melde dich anschließend mit deinem Google-Konto an.

Hier würde ich wirklich noch einmal kurz prüfen:

Ist das das richtige Google-Konto?

Viele Menschen haben über die Jahre mehrere Google-Konten angelegt. Bei tausenden Familienbildern möchtest du nicht erst einige Tage später merken, dass der Transfer im falschen Account gelandet ist.

Schritt 4: Übertragung bestätigen

Erlaube den notwendigen Zugriff und bestätige die Transferanfrage.

Apple informiert dich per E-Mail darüber, dass die Anfrage eingegangen ist. Nach Abschluss der Übertragung erhältst du eine weitere Nachricht.

Den aktuellen Status kannst du ebenfalls über Apples Seite „Daten und Datenschutz“ prüfen.

Schritt 5: Geduld haben

Der Transfer ist nicht unbedingt in wenigen Minuten abgeschlossen.

Apple nennt dafür einen Zeitraum von drei bis sieben Tagen.

Das ist bei einer großen Fotomediathek völlig normal.

Mein Rat:

Lass das System arbeiten.

Starte währenddessen keine große Aufräumaktion.

Während des Transfers möglichst nichts Großes ändern

Fotos und Videos, die du nach Beginn des Transfers hinzufügst, bearbeitest oder löschst, werden möglicherweise nicht mehr vollständig von der laufenden Übertragung erfasst.

Deshalb würde ich während dieser Tage nicht gleichzeitig:

  • hunderte iCloud-Fotos löschen,
  • große Alben umbauen,
  • iCloud Fotos deaktivieren,
  • oder parallel weitere große Migrationen starten.

Eine Sache nach der anderen.

Werden meine iCloud Fotos danach gelöscht?

Nein.

Apple überträgt eine Kopie. Deine vorhandenen Inhalte in iCloud Fotos bleiben bestehen und werden durch den Transfer nicht automatisch verändert.

Nach Abschluss hast du deshalb zunächst zwei Sammlungen:

  • iCloud Fotos: bisherige Fotomediathek
  • Google Fotos: übertragene Kopie

Für die Übergangsphase ist das ideal.

Denn jetzt kannst du in Ruhe prüfen, ob das neue System wirklich so funktioniert, wie du es erwartest.

Werden wirklich alle Inhalte übertragen?

Nicht zwingend.

Viele verbreitete Foto- und Videoformate werden unterstützt. Es gibt aber einige Ausnahmen, die gerade für langjährige iPhone-Nutzer wichtig sein können.

Nicht vollständig oder gar nicht übertragen werden können unter anderem:

  • geteilte Alben,
  • intelligente Alben,
  • Fotostream-Inhalte,
  • Live Photos in ihrer vollständigen Apple-Funktion,
  • bestimmte RAW-Dateien,
  • einige Metadaten,
  • und Fotos oder Videos, die gar nicht in iCloud Fotos gespeichert sind.

Deshalb gilt:

„Transfer abgeschlossen“ bedeutet nicht automatisch „nie wieder kontrollieren“.

Ein paar gezielte Stichproben gehören dazu.

Was passiert mit Live Photos?

Dieser Punkt ist für iPhone-Familien besonders interessant.

Bei einem Live Photo gibt es zusätzlich zum eigentlichen Bild noch einen kurzen Bewegungsmoment.

Beim direkten Transfer zu Google Fotos wird dieser Inhalt nicht vollständig so übernommen, wie du ihn aus Apple Fotos kennst. Google weist beispielsweise darauf hin, dass der Videoanteil eines Live Photos nicht Teil des Transfers ist.

Besonders wichtige Live Photos würde ich deshalb nach der Übertragung gezielt kontrollieren.

Zum Beispiel:

  • das Kind beim Kerzenauspusten,
  • das erste Tor,
  • ein kurzer Moment mit Oma und Opa,
  • oder eine Aufnahme, bei der gerade die Bewegung das Besondere ist.

Was passiert mit bearbeiteten Fotos?

Wenn du ein Foto in Apple Fotos bearbeitet hast, wird beim direkten Transfer die zuletzt bearbeitete Version übertragen – nicht zusätzlich noch das ursprüngliche Original.

Für den normalen Familienalltag ist das häufig genau die Version, die du behalten möchtest.

Wenn dir aber auch das unbearbeitete Original wichtig ist, solltest du den direkten Transfer nicht mit einem vollständigen Archiv-Backup gleichsetzen.

Was passiert mit Alben?

Fotos werden nach Möglichkeit zusammen mit ihren Alben übertragen.

Videos werden dagegen separat übertragen und behalten ihre Albumzuordnung nicht unbedingt.

Außerdem können übertragene Album- und Videonamen bei Google mit „Kopie von“ beginnen.

Das ist kein Fehler, sondern Teil des Übertragungsprozesses.

Ein weiterer Sonderfall betrifft sehr große Alben: Google Fotos kann maximal 20.000 Fotos einem einzelnen Album zuordnen. Weitere Fotos werden zwar übertragen, aber nicht mehr diesem Album hinzugefügt.

Für normale Familienalben dürfte das kaum eine Rolle spielen.

Meine 10-Minuten-Kontrolle nach dem Transfer

Nach Abschluss würde ich mir bewusst zehn Minuten nehmen.

Nicht einen ganzen Sonntag.

Prüfe beispielsweise:

  • ein sehr altes Jahr,
  • ein aktuelles Jahr,
  • den letzten Urlaub,
  • mehrere Videos,
  • einige wichtige Live Photos,
  • Familienereignisse wie Geburtstage oder Schulanfang,
  • ein paar bearbeitete Bilder,
  • und eure absoluten Lieblingsfotos.

Frag dich:

  • Sind die Bilder da?
  • Wirkt die zeitliche Reihenfolge plausibel?
  • Funktionieren wichtige Videos?
  • Findest du eure wichtigsten Alben?

Das reicht für den ersten Check.

Du musst nicht 40.000 Bilder einzeln vergleichen.

Sollte ich vor dem Transfer zusätzlich sichern?

Wenn iCloud bisher der einzige Ort ist, an dem viele Jahre eurer Familienfotos liegen, würde ich den Wechsel als guten Anlass sehen, über eine zusätzliche unabhängige Kopie nachzudenken.

Zum Beispiel auf einer externen Festplatte.

Denn:

Migration ist nicht Backup.

Migration bedeutet:

Ich bringe meine Fotos von System A nach System B.

Backup bedeutet:

Ich habe zusätzlich eine unabhängige Kopie.

Wenn du eure iCloud-Fotos zusätzlich lokal sichern möchtest, findest du hier die passende Anleitung:

→ iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern

Sollte ich iCloud Fotos nach dem Wechsel löschen?

Meine Empfehlung:

Nicht sofort.

Lass iCloud zunächst bestehen und nutze Google Fotos einige Tage oder Wochen im normalen Familienalltag.

Schau, ob du:

  • alte Bilder problemlos findest,
  • mit der Suche zurechtkommst,
  • wichtige Videos öffnen kannst,
  • deine Familienalben wiederfindest,
  • und das neue System auch für deinen Partner funktioniert.

Erst dann würde ich überlegen, ob du iCloud Fotos dauerhaft nicht mehr benötigst.

Erst ankommen, dann aufräumen

Wenn der Transfer nach einigen Tagen abgeschlossen ist, entsteht schnell das Gefühl:

„Geschafft. Jetzt kann iCloud weg.“

Aber technisch abgeschlossen bedeutet noch nicht automatisch:

im Familienalltag angekommen.

Benutze Google Fotos.

Suche das Bild vom Schulanfang. Zeig Oma die Bilder vom letzten Urlaub. Lass deinen Partner ausprobieren, ob er eure gemeinsame Fotosammlung versteht.

Wenn das funktioniert, kannst du später deutlich entspannter entscheiden, was mit iCloud passieren soll.

Was ist, wenn eure Familienfotos sowieso überall liegen?

Vielleicht merkst du beim Lesen, dass die Migration von iCloud zu Google nur einen Teil des Problems löst.

Eure Bilder liegen vielleicht zusätzlich auf dem Smartphone deines Partners, in WhatsApp, auf einem alten Notebook, auf einer Festplatte oder sogar in mehreren Cloud-Konten.

Dann würde ich nicht sofort die nächste Migration starten.

Erst einmal Überblick schaffen.

Wisst ihr, wo eure Familienfotos wirklich liegen?

Mit meinem kostenlosen Cloud-Check für Familien könnt ihr gemeinsam prüfen:

  • wo eure Fotos und Videos liegen,
  • welche Clouds ihr verwendet,
  • welche Geräte wichtige Daten enthalten,
  • welche Backups vorhanden sind,
  • wer Zugriff hat,
  • und wo möglicherweise noch Lücken bestehen.

Denn das Ziel eines Cloudwechsels sollte nicht sein:

„Unsere Fotos liegen jetzt noch an einem Ort mehr.“

Sondern:

„Wir wissen jetzt, welches unser Hauptsystem ist.“

Kostenlosen Cloud-Check starten

Auch dein Partner sollte wissen, dass ihr gewechselt habt

Der technische Transfer ist nur die halbe Arbeit.

Wenn du alles zu Google Fotos bringst und dein Partner sechs Monate später weiterhin in iCloud nach Familienbildern sucht, ist euer System nicht wirklich einfacher geworden.

Ein Satz reicht:

„Unsere Familienfotos liegen künftig hauptsächlich bei Google Fotos. iCloud behalten wir erst einmal, bis wir sicher sind, dass alles passt.“

Niemand muss dafür verstehen, wie der Transfer technisch funktioniert.

Aber mindestens zwei Menschen wissen jetzt:

Wo suchen wir unsere Fotos?

Genau das macht aus einer Cloudlösung ein Familiensystem.

iCloud oder Google Fotos: Es geht nicht darum, wer gewinnt

Ich würde auch diesen Wechsel nicht zu einer Apple-gegen-Google-Diskussion machen.

Beide Systeme können gut funktionieren.

Für manche Familien ist iCloud ideal. Für andere Google Fotos.

Die wichtigeren Fragen lauten:

  • Verstehen wir unser System?
  • Wissen wir, wo unsere Bilder liegen?
  • Werden neue Fotos automatisch richtig gespeichert?
  • Gibt es eine zusätzliche Sicherung?
  • Kommt auch mein Partner an die Bilder?

Wenn du diese Fragen beantworten kannst, bist du weiter als mit der technisch perfektesten Cloud, die nur eine Person in der Familie versteht.

Bei einem Cloudwechsel wandern nicht nur Dateien – sondern Jahre

Vielleicht stehen in deiner iCloud-Mediathek:

27.438 Fotos und 1.286 Videos.

Technisch klingt das nach Daten.

Aber irgendwo darin liegt das Foto vom ersten Tag zu Hause mit dem Baby. Der Geburtstag, bei dem der Kuchen umgefallen ist. Der erste Urlaub zu viert. Oma mit den Kindern auf dem Sofa.

Und irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich auch ein völlig gewöhnlicher Dienstag, den damals niemand für besonders hielt.

Vielleicht schaust du genau dieses Bild in zwanzig Jahren an.

Deshalb würde ich bei einem Cloudwechsel nicht nur fragen:

„Wie bekomme ich die Dateien möglichst schnell von A nach B?“

Sondern:

„Wie bringen wir unsere Familiengeschichte sauber in unser neues System?“

Genau darin liegt für mich der Unterschied zwischen einem technischen Transfer und einem guten digitalen Familiensystem.

Fazit: iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen

Wenn du iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen möchtest, würde ich so vorgehen:

  1. Entscheide, ob Google Fotos künftig wirklich euer Hauptsystem sein soll.
  2. Prüfe, ob eure wichtigen Fotos und Videos vollständig in iCloud Fotos liegen.
  3. Kontrolliere den verfügbaren Speicher in deinem Google-Konto.
  4. Prüfe, ob dein Apple Account die Voraussetzungen für den direkten Transfer erfüllt.
  5. Öffne Apples Seite „Daten und Datenschutz“.
  6. Wähle „Eine Kopie deiner Daten übertragen“.
  7. Wähle Google Fotos als Ziel.
  8. Melde dich mit dem richtigen Google-Konto an.
  9. Bestätige die Übertragung.
  10. Lass den Transfer vollständig abschließen.
  11. Kontrolliere anschließend wichtige Fotos, Videos und Alben in Google Fotos.
  12. Achte besonders auf Live Photos, bearbeitete Fotos und spezielle Dateiformate.
  13. Lass iCloud Fotos zunächst bestehen.
  14. Nutze Google Fotos einige Zeit im Alltag.
  15. Räume erst später auf, wenn das neue System für euch wirklich funktioniert.

Meine wichtigste Regel bleibt:

kopieren → prüfen → ankommen → später aufräumen

Denn auch bei einem Cloudwechsel musst du nicht von einem System in das andere springen.

Du kannst eure Erinnerungen kontrolliert in das neue System bringen.

Und erst wenn ihr sagen könnt:

„Unsere Bilder sind angekommen. Wir finden sie. Und wir wissen, wie es ab jetzt weitergeht.“

ist der Wechsel für mich wirklich abgeschlossen.

Falls du übrigens genau in die andere Richtung wechseln möchtest:

→ Google Fotos zu iCloud übertragen: So funktioniert der Wechsel

Häufige Fragen: iCloud Fotos zu Google Fotos übertragen

Kann ich iCloud Fotos direkt zu Google Fotos übertragen?

Ja. Apple bietet einen direkten Dienst an, mit dem du eine Kopie deiner in iCloud Fotos gespeicherten Fotos und Videos zu Google Fotos übertragen kannst. Dafür meldest du dich auf Apples Seite „Daten und Datenschutz“ an und wählst „Eine Kopie deiner Daten übertragen“.

Werden meine iCloud Fotos anschließend gelöscht?

Nein. Beim Transfer wird eine Kopie an Google Fotos übertragen. Deine bestehenden Inhalte in iCloud Fotos werden dadurch nicht automatisch gelöscht oder verändert.

Wie lange dauert die Übertragung?

Apple nennt für den Transfer einen Zeitraum von drei bis sieben Tagen. Bei einer großen Fotobibliothek solltest du deshalb nicht mit einem sofortigen Wechsel rechnen.

Brauche ich genügend Google-Speicher?

Ja. In deinem Google-Konto muss genügend freier Speicher für die zu übertragenden Fotos und Videos vorhanden sein. Reicht der Speicher während des Transfers nicht aus, werden möglicherweise nicht alle Inhalte übertragen.

Werden meine Apple-Alben übernommen?

Fotos werden nach Möglichkeit gemeinsam mit ihren Alben übertragen. Videos werden dagegen separat übertragen und verlieren ihre Albumzuordnung. Geteilte und intelligente Alben gehören zu den Inhalten, die nicht übertragen werden.

Was passiert mit Live Photos?

Live Photos werden nicht vollständig so übertragen, wie du sie aus Apple Fotos kennst. Insbesondere der kurze Videoanteil wird beim direkten Transfer nicht mit übernommen. Wichtige Live Photos solltest du deshalb anschließend gezielt kontrollieren.

Werden bearbeitete Fotos oder die Originale übertragen?

Beim direkten Transfer wird die zuletzt bearbeitete Version eines Fotos übertragen. Die ursprüngliche unbearbeitete Version wird nicht zusätzlich mit übertragen.

Kann ich den Transfer mit einem Kinderaccount nutzen?

Nein. Der direkte Dienst steht derzeit nicht für Kinderaccounts oder verwaltete Apple Accounts zur Verfügung. Auch bei aktiviertem erweitertem Datenschutz für iCloud kann dieser Transferweg derzeit nicht genutzt werden.

Was passiert, wenn ein Foto schon bei Google Fotos vorhanden ist?

Google gibt an, dass bei bereits vorhandenen Fotos oder Videos nur eine Kopie behalten wird. Dadurch sollen unnötige Duplikate beim direkten Transfer vermieden werden.

Soll ich iCloud Fotos nach dem Wechsel sofort löschen?

Das würde ich nicht empfehlen. Nutze Google Fotos zunächst einige Zeit im Alltag und kontrolliere eure wichtigsten Bilder, Videos und Alben. Erst wenn das neue System für euch funktioniert und gegebenenfalls eine zusätzliche Sicherung vorhanden ist, würde ich über größere Löschaktionen bei Apple nachdenken.

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