iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern: So schützt ihr eure Erinnerungen zusätzlich

iCloud Fotos zusätzlich auf einer externen Festplatte sichern? Erfahre Schritt für Schritt, wie es mit Mac, iPhone, iPad und Windows funktioniert.

Tausende Familienfotos liegen in iCloud: Urlaube, Geburtstage, der erste Schultag, Weihnachten und kleine Videos aus einem ganz normalen Familienalltag.

Meistens funktioniert das so bequem, dass man kaum darüber nachdenkt. Du machst mit dem iPhone ein Foto und wenig später taucht es auch auf deinem iPad oder Mac auf.

Bis irgendwann die Frage kommt:

„Haben wir diese Bilder eigentlich noch irgendwo unabhängig von iCloud?“

Gerade bei Familienfotos, die sich nicht ersetzen lassen, finde ich eine zusätzliche Kopie sinnvoll. Dabei geht es nicht darum, iCloud zu ersetzen. Du kannst iCloud-Fotos weiterhin ganz normal nutzen und eure Bilder trotzdem zusätzlich auf einer externen Festplatte sichern.

In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du iCloud Fotos auf eine externe Festplatte sichern kannst – mit einem Mac, direkt vom iPhone oder iPad und auch mit einem Windows-PC.

iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern: Das Wichtigste in Kürze

Grundsätzlich gibt es für Familien mehrere einfache Wege:

  1. Mac: Fotos aus der Fotos-App auf eine externe Festplatte exportieren.
  2. iPhone oder iPad: ausgewählte Fotos direkt auf ein angeschlossenes externes Laufwerk sichern.
  3. Windows-PC: iCloud-Fotos herunterladen und anschließend als unabhängige Kopie auf die externe Festplatte übertragen.
  4. Komplette Mac-Fotomediathek: die gesamte Mediathek zusätzlich lokal sichern.

Wenn du nur einige Bilder oder einen bestimmten Urlaub zusätzlich sichern möchtest, reicht ein einfacher Export. Bei vielen Jahren Familienfotos würde ich dagegen etwas systematischer vorgehen.

Die wichtigste Reihenfolge lautet immer:

Erst sichern. Dann prüfen. Erst danach aufräumen oder löschen.

Ist iCloud Fotos überhaupt ein Backup?

Im Familienalltag fühlt es sich häufig so an. Du fotografierst mit dem iPhone und die Bilder erscheinen automatisch auf deinen anderen Apple-Geräten. Das ist komfortabel und nimmt dir viel Arbeit ab.

iCloud-Fotos sorgt dafür, dass deine Fotomediathek auf deinen verbundenen Geräten aktuell bleibt. Genau deshalb werden aber auch Änderungen und Löschungen innerhalb dieser Mediathek synchronisiert.

Eine zusätzliche Festplatte erfüllt eine andere Aufgabe: Sie schafft eine weitere Kopie außerhalb der laufenden iCloud-Synchronisation.

Eine einfache Lösung könnte deshalb so aussehen:

  • iCloud Fotos: für den täglichen Zugriff auf eure Bilder
  • Externe Festplatte: zusätzliche unabhängige Kopie

Das bedeutet nicht, dass iCloud unsicher wäre. Es bedeutet lediglich, dass ein zweiter Speicherort eine andere Aufgabe erfüllt.

Apple empfiehlt sogar ausdrücklich, die Fotomediathek zusätzlich lokal zu sichern – auch wenn iCloud-Fotos verwendet wird.

→ Apple-Hilfe: Backup der Fotomediathek erstellen

Wann lohnt sich eine zusätzliche Festplattensicherung?

Ich würde über eine zusätzliche Kopie besonders nachdenken, wenn:

  • iCloud der wichtigste Speicherort eurer Familienfotos ist,
  • dort Fotos und Videos aus vielen Jahren liegen,
  • ihr wichtige Kinder- oder Familienvideos gespeichert habt,
  • ihr eure iCloud-Mediathek aufräumen möchtet,
  • der iCloud-Speicher knapp wird,
  • ihr irgendwann den Cloudanbieter wechseln möchtet,
  • oder ihr eure Familienfotos einfach zusätzlich unabhängig sichern möchtet.

Gerade vor größeren Aufräum- oder Löschaktionen würde ich die Sicherung zuerst erstellen.

Wenn dein Speicher bereits knapp wird, findest du hier außerdem meine ausführliche Anleitung:

→ iCloud Speicher voll? Was Familien jetzt tun sollten

Bevor du startest: Sind wirklich alle Fotos in iCloud?

Bevor du Tausende Bilder exportierst, lohnt sich ein kurzer Kontrollblick.

Sind die neuesten Familienfotos tatsächlich in iCloud angekommen? Gibt es vielleicht noch ein älteres iPhone mit Bildern, die nie vollständig synchronisiert wurden? Sind die Videos vom letzten Wochenende vorhanden?

Schau besonders nach:

  • den neuesten Fotos,
  • aktuellen Familienvideos,
  • dem letzten Geburtstag oder Ausflug,
  • Bildern auf älteren iPhones oder iPads,
  • und Aufnahmen, die vielleicht noch an einem ganz anderen Ort liegen.

Denn eine zusätzliche Sicherung kann natürlich nur die Fotos enthalten, die du tatsächlich einbeziehst.

Sonst entsteht nachher schnell die Annahme:

„Jetzt haben wir alle Fotos auf der Festplatte.“

Obwohl vielleicht gerade die neuesten Bilder oder ein altes Gerätearchiv fehlen.

Deshalb: Erst prüfen, was wirklich vorhanden ist. Dann sichern.

Liegen eure Familienfotos wirklich nur in iCloud?

Hier wird es bei Familien oft interessant.

Vielleicht nutzt du iCloud, dein Partner Google Fotos. Auf einem älteren Laptop befinden sich Bilder aus früheren Jahren und irgendwo im Schrank liegt noch eine Festplatte mit Fotos aus der Zeit vor den Kindern.

Dann kann deine iCloud-Sicherung perfekt sein – und trotzdem fehlt ein großer Teil eurer gemeinsamen Fotosammlung.

Deshalb ist manchmal nicht das nächste Backup der wichtigste Schritt.

Der wichtigste Schritt ist erst einmal Überblick.

Wisst ihr eigentlich, wo alle eure Familienfotos liegen?

Genau dabei hilft euch mein kostenloser Cloud-Check für Familien.

Damit könnt ihr Schritt für Schritt prüfen:

  • wo eure Fotos und Videos liegen,
  • welche Cloud-Dienste ihr verwendet,
  • welche Geräte wichtige Daten enthalten,
  • welche Backups bereits existieren,
  • wer Zugriff hat,
  • und wo möglicherweise noch Lücken bestehen.

Denn am Ende geht es nicht darum, nur iCloud perfekt einzurichten.

Es geht darum zu wissen:

„Wo liegen eigentlich unsere wichtigen Familienerinnerungen – und sind sie wirklich abgesichert?“

Kostenlosen Cloud-Check starten

Variante 1: iCloud Fotos am Mac auf externe Festplatte sichern

Wenn du einen Mac verwendest, ist dies für größere Fotosammlungen häufig die angenehmste Variante. Du kannst Fotos direkt aus der Fotos-App exportieren und als Ziel eine externe Festplatte auswählen.

Schritt 1: Externe Festplatte anschließen

Verbinde zunächst deine externe HDD oder SSD mit dem Mac.

Prüfe im Finder, ob die Festplatte erkannt wird und ausreichend freier Speicher vorhanden ist. Bei vielen Jahren Familienfotos und Videos können schnell große Datenmengen zusammenkommen.

Plane deshalb lieber etwas mehr Platz ein als zu wenig.

Schritt 2: Prüfen, ob die Originale verfügbar sind

Wenn du iCloud-Fotos verwendest, kann dein Mac so eingestellt sein, dass Speicherplatz optimiert wird. Dann liegen möglicherweise nicht alle hochauflösenden Originaldateien dauerhaft lokal auf dem Mac.

Wenn du die komplette Mediathek lokal auf deinem Mac verfügbar haben möchtest, kannst du in den Einstellungen der Fotos-App die Option „Originale auf diesen Mac laden“ verwenden.

Wichtig ist dabei: Dafür muss auf dem Mac genügend freier Speicher vorhanden sein.

Wenn du dagegen nur ausgewählte Fotos exportieren möchtest, kannst du diese direkt aus der Fotos-App heraus exportieren.

Schritt 3: Fotos auswählen

Öffne die Fotos-App und wähle die Bilder aus, die du zusätzlich sichern möchtest.

Das können beispielsweise sein:

  • ein bestimmtes Jahr,
  • ein Urlaub,
  • ein Album,
  • besondere Familienereignisse,
  • oder eine größere Auswahl eurer Fotos.

Du musst nicht sofort mit 30.000 Bildern anfangen. Wenn du unsicher bist, teste den Ablauf zunächst mit zehn Fotos.

Schritt 4: Fotos exportieren

Wähle in der Fotos-App:

Ablage → Exportieren

Anschließend kannst du die gewünschten Exportoptionen festlegen und deine externe Festplatte als Speicherort auswählen.

→ Apple-Hilfe: Fotos vom Mac exportieren

Original oder bearbeitete Version?

Wenn du Fotos in der Fotos-App bearbeitet hast, solltest du kurz überlegen, welche Version du zusätzlich sichern möchtest.

Für eine Archivkopie kann das unbearbeitete Original interessant sein. Wenn du ein Foto dagegen bewusst zugeschnitten, korrigiert oder bearbeitet hast und genau diese Version behalten möchtest, kann auch die bearbeitete Variante wichtig sein.

Bei besonders wertvollen Bildern spricht natürlich nichts dagegen, beide Versionen aufzubewahren.

Schritt 5: Einen verständlichen Ordner anlegen

Mach es möglichst einfach.

Zum Beispiel:

  • iCloud Fotos Backup 2026
  • Familienfotos iCloud – August 2026

Bei regelmäßigen Sicherungen könntest du daraus beispielsweise machen:

  • iCloud Fotos Backup 2026
  • iCloud Fotos Backup 2027
  • iCloud Fotos Backup 2028

Das wirkt zunächst banal, ist aber später enorm hilfreich.

Ein Ordner namens „Fotos neu final 3“ sagt in drei Jahren niemandem mehr etwas.

Schritt 6: Sicherung prüfen

Jetzt kommt einer der wichtigsten Schritte.

Zieh die Festplatte nicht einfach ab und denke:

„Fertig.“

Öffne einige Dateien direkt von der externen Festplatte. Prüfe beispielsweise:

  • ältere Familienfotos,
  • aktuelle Bilder,
  • mehrere Videos,
  • Aufnahmen aus unterschiedlichen Jahren,
  • und einige besonders wichtige Erinnerungen.

Du musst natürlich nicht jedes einzelne Foto kontrollieren.

Einige Stichproben reichen aber, um festzustellen, ob die Sicherung grundsätzlich funktioniert.

Ein Backup ist erst dann wirklich hilfreich, wenn du die Dateien daraus auch wieder öffnen kannst.

Variante 2: iCloud Fotos direkt vom iPhone oder iPad sichern

Du kannst ausgewählte Bilder auch direkt vom iPhone oder iPad auf ein angeschlossenes externes Speichergerät exportieren.

Das ist praktisch, wenn du keinen Mac verwendest oder nur einen bestimmten Teil eurer Fotosammlung zusätzlich sichern möchtest.

Schritt 1: Externe Festplatte anschließen

Verbinde ein kompatibles externes Speichergerät mit deinem iPhone oder iPad. Je nach Gerät und Anschluss benötigst du möglicherweise einen passenden Adapter.

Prüfe anschließend, ob das Laufwerk in der Dateien-App angezeigt wird.

Schritt 2: Fotos auswählen

Öffne die Fotos-App und markiere die Bilder oder Videos, die du sichern möchtest.

Dieser direkte Weg eignet sich aus meiner Sicht besonders für:

  • einen Urlaub,
  • besondere Familienereignisse,
  • Lieblingsbilder,
  • oder wichtige Familienvideos.

Für eine komplette Mediathek aus vielen Jahren ist ein Mac oder PC meist übersichtlicher.

Schritt 3: Auf die Festplatte exportieren

Tippe auf die Teilen-Taste und wähle „Unbearbeitete Originale exportieren“. Anschließend kannst du das angeschlossene Laufwerk als Speicherort auswählen.

→ Apple-Hilfe: iCloud-Fotos und Videos laden

Mein Tipp für Technik-Laien

Wenn dir der Ablauf zunächst kompliziert vorkommt, starte nicht sofort mit Tausenden Fotos.

Teste es zuerst mit fünf Bildern.

Öffne diese anschließend direkt von der Festplatte. Wenn alles funktioniert, kannst du mit einer größeren Auswahl weitermachen.

So bleibt der Vorgang übersichtlich und du bekommst schnell ein Gefühl dafür, wie die Sicherung funktioniert.

Variante 3: Einzelne iCloud Fotos über iCloud.com herunterladen

Wenn du keinen Mac verwendest und nur einige Bilder sichern möchtest, kannst du Fotos auch über iCloud.com herunterladen.

Das eignet sich beispielsweise für:

  • einzelne Familienbilder,
  • einen bestimmten Urlaub,
  • besondere Erinnerungen,
  • oder kleinere Fotoauswahlen.

Für eine komplette Fotomediathek mit vielen Tausend Bildern würde ich diesen Weg allerdings nicht als erste Wahl nehmen.

Nach dem Download kopierst du die Dateien einfach in einen verständlich benannten Ordner auf der externen Festplatte.

→ Apple-Hilfe: In iCloud gespeicherte Fotos archivieren oder kopieren

Variante 4: iCloud Fotos unter Windows auf externe Festplatte sichern

Auch wenn eure Familie iPhones verwendet, muss natürlich nicht automatisch ein Mac im Haus stehen.

Mit iCloud für Windows kannst du eure iCloud-Fotos auf einem Windows-PC verfügbar machen.

Dabei ist allerdings ein Punkt besonders wichtig:

Ein synchronisiertes Foto ist noch nicht automatisch eine unabhängige Sicherung.

Wenn du eine zusätzliche Kopie außerhalb der laufenden iCloud-Synchronisation möchtest, würde ich so vorgehen:

  1. iCloud für Windows einrichten.
  2. iCloud-Fotos im Datei-Explorer öffnen.
  3. Die gewünschten Fotos vollständig auf den PC laden.
  4. Bei Bedarf „Immer auf diesem Gerät behalten“ auswählen.
  5. Warten, bis die Dateien tatsächlich lokal verfügbar sind.
  6. Die Fotos anschließend in einen separaten Ordner auf der externen Festplatte kopieren.
  7. Einige Bilder und Videos direkt von der Festplatte öffnen und prüfen.

Gerade der sechste Schritt ist entscheidend.

Denn unser Ziel ist nicht nur:

„Das Foto ist auf meinem Computer sichtbar.“

Sondern:

„Wir haben davon eine unabhängige Kopie außerhalb der laufenden iCloud-Fotos-Synchronisation.“

→ Apple-Hilfe: iCloud-Fotos unter Windows lokal behalten

Komplette Fotos-Mediathek auf dem Mac sichern

Auf dem Mac gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Du kannst die komplette Fotos-Mediathek zusätzlich sichern.

Das kann sinnvoll sein, wenn du nicht nur einzelne Bilddateien behalten möchtest, sondern auch deine gesamte Apple-Fotomediathek als Einheit sichern willst.

Apple nennt dafür unter anderem ein Backup mit Time Machine oder eine manuelle Kopie der Mediathek auf ein externes Speichergerät.

Für Technik-Laien würde ich trotzdem zwischen zwei Zielen unterscheiden:

  • Exportierte einzelne Fotos: leichter sichtbar, verständlich und unabhängig zu öffnen
  • Komplette Fotos-Mediathek: stärker an Apples Fotos-App und deren Struktur gebunden

Wenn du einfach eine Festplatte möchtest, auf der deine Familie im Notfall durch eure Bilder gehen kann, sind normal exportierte Fotos häufig intuitiver.

Mediathek verschieben ist nicht dasselbe wie sichern

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Du kannst eine Fotos-Mediathek beispielsweise auf eine externe Festplatte verschieben, um Speicherplatz auf dem Mac zu sparen.

Aber:

Verschieben ist nicht automatisch ein Backup.

Wenn die Mediathek anschließend nur noch auf dieser einen externen Festplatte liegt, hast du lediglich den Speicherort verändert.

Für eine zusätzliche Sicherung wollen wir dagegen:

bestehender Speicherort + weitere Kopie

Genau dieser kleine Unterschied ist bei Fotos wichtig, die sich später nicht einfach neu erstellen lassen.

Kann ich Fotos anschließend aus iCloud löschen?

Grundsätzlich kannst du natürlich Bilder aus iCloud-Fotos entfernen.

Wenn iCloud-Fotos aktiviert ist, solltest du dabei aber berücksichtigen, dass Änderungen an der Mediathek zwischen deinen verbundenen Geräten synchronisiert werden.

Wenn dein eigentliches Ziel lautet:

„Ich möchte iCloud-Speicher freigeben.“

dann würde ich immer diese Reihenfolge verwenden:

  1. Fotos exportieren.
  2. Auf die externe Festplatte kopieren.
  3. Sicherung prüfen.
  4. Besonders wichtige Bilder gegebenenfalls zusätzlich sichern.
  5. Erst dann überlegen, welche Fotos aus iCloud entfernt werden sollen.

Nicht andersherum.

Gerade bei Familienfotos ist ein etwas vorsichtigeres Vorgehen meistens die bessere Entscheidung.

Denn ein Dokument kann man vielleicht noch einmal herunterladen oder neu anfordern.

Ein Foto vom ersten Geburtstag kannst du nicht noch einmal aufnehmen.

Externe Festplatte oder SSD?

Für eine zusätzliche Fotosicherung kommen grundsätzlich beide Varianten infrage.

Klassische externe Festplatte (HDD)

Eine HDD bietet häufig viel Speicherplatz für vergleichsweise wenig Geld und eignet sich deshalb gut für große Foto- und Videoarchive.

Externe SSD

Eine SSD ist meist kompakter, schneller und besitzt keine beweglichen mechanischen Bauteile. Dafür kostet sie pro Terabyte häufig mehr.

Welche Variante du wählst, ist für mich allerdings weniger wichtig als eine andere Regel:

Die externe Festplatte sollte nicht die einzige Kopie eurer Familienfotos sein.

Auch ein externes Laufwerk kann ausfallen, beschädigt werden oder verloren gehen.

Eine einfache Struktur könnte deshalb so aussehen:

  • iCloud Fotos: Hauptsystem für den Alltag
  • Externe Festplatte: zusätzliche lokale Kopie

Für besonders wichtige Erinnerungen kann noch eine weitere unabhängige Kopie sinnvoll sein.

→ Warum eine Cloud kein vollständiges Backup ersetzt

Wie oft sollte man iCloud Fotos auf einer Festplatte sichern?

Dafür gibt es keine perfekte Regel.

Ich würde lieber eine einfache Routine wählen, die ihr wirklich einhaltet, als einen komplizierten Backupplan, der nach wenigen Wochen wieder vergessen wird.

Für viele Familien kann beispielsweise eine Sicherung einmal im Jahr oder alle sechs Monate ein guter Anfang sein. Wer besonders viele Fotos und Videos erstellt, kann seine zusätzliche Kopie häufiger aktualisieren.

Ich mag eine einfache Jahresroutine:

Januar: Familienfoto-Backup des Vorjahres

Dann könnt ihr gleichzeitig:

  • die Fotos des vergangenen Jahres zusätzlich sichern,
  • eure Lieblingsbilder auswählen,
  • vielleicht ein Fotobuch vorbereiten,
  • die externe Festplatte kurz überprüfen,
  • und schauen, ob eure Fotoordnung noch funktioniert.

So wird aus:

„Wir müssten eigentlich mal wieder ein Backup machen.“

eine kleine Routine, die einfach zu eurem Familienjahr dazugehört.

Wenn du eure Fotos vorher noch sinnvoll sortieren möchtest, hilft dir dieser Ratgeber:

→ Familienfotos organisieren: So bekommt ihr Tausende Bilder in ein einfaches System

Was passiert, wenn nur eine Person das System kennt?

Dieser Punkt ist für mich fast wichtiger als die Frage, welche Festplatte du kaufst.

In vielen Familien gibt es eine Person, die sich um die digitalen Themen kümmert. Sie kennt das Apple-Konto, weiß, wo die Festplatte liegt, hat die Sicherung eingerichtet und kennt den aktuellen Ordner.

Der Partner weiß ungefähr:

„Die Fotos werden schon irgendwo gesichert.“

Solange die technisch versierte Person verfügbar ist, funktioniert das.

Aber ein gutes Familiensystem sollte nicht nur im Kopf eines Menschen existieren.

Mindestens eine weitere Person sollte wissen:

  • dass die Sicherung existiert,
  • wo die Festplatte liegt,
  • was darauf gespeichert ist,
  • welcher Ordner aktuell ist,
  • und wie man an die wichtigsten Bilder kommt.

Niemand muss dafür verstehen, wie iCloud technisch funktioniert.

Aber Familienfotos sind gemeinsame Erinnerungen.

Sie sollten nicht nur für die Person auffindbar sein, die das System eingerichtet hat.

Das ist für mich digitale Vorsorge.

iCloud Fotos sichern: Am Ende geht es nicht um Apple oder Gigabyte

In so einem Ratgeber sprechen wir zwangsläufig über iCloud, Festplatten, Originaldateien, Exporte und Speicherplatz.

Doch die Technik ist nur Mittel zum Zweck.

Auf einer Festplatte liegen vielleicht 20.000 oder 40.000 Dateien.

Für eure Familie sind es aber keine 40.000 Dateien.

Dort liegen der erste Geburtstag, das alte Kinderzimmer, Oma und Opa beim Weihnachtsessen, der erste Schultag, der Familienurlaub und ein verwackeltes Video vom ersten Fahrradfahren.

Und irgendwo dazwischen vielleicht ein völlig gewöhnlicher Dienstag, der heute nichts Besonderes zu sein scheint.

Bis man das Foto zwanzig Jahre später wieder anschaut.

Deshalb geht es für mich nicht darum, aus Eltern IT-Experten zu machen. Es reicht, ein System aufzubauen, das einfach genug ist, um wirklich genutzt zu werden.

Ein System, bei dem ihr sagen könnt:

„Ja. Unsere Erinnerungen liegen nicht nur irgendwo in der Cloud. Wir wissen, wo sie sind – und wir haben eine zusätzliche Kopie.“

Fazit: iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern

Wenn du eure iCloud Fotos auf eine externe Festplatte sichern möchtest, würde ich so vorgehen:

  1. Prüfen, ob eure wichtigen Fotos tatsächlich in iCloud beziehungsweise auf euren Geräten vorhanden sind.
  2. Genügend Speicherplatz auf der externen Festplatte einplanen.
  3. Am Mac Fotos direkt aus der Fotos-App exportieren.
  4. Alternativ ausgewählte Bilder direkt vom iPhone oder iPad sichern.
  5. Unter Windows Fotos vollständig herunterladen und anschließend als unabhängige Kopie auf die externe Festplatte übertragen.
  6. Die Sicherungsordner verständlich benennen.
  7. Einige Fotos und Videos direkt von der Festplatte öffnen.
  8. Erst nach erfolgreicher Prüfung größere Aufräum- oder Löschaktionen starten.

Die externe Festplatte muss iCloud dabei nicht ersetzen.

Sie ergänzt iCloud um eine zusätzliche unabhängige Kopie.

Und gerade bei Erinnerungen, die sich nicht wiederholen lassen, finde ich genau das sinnvoll.

Sind wirklich alle wichtigen Familienerinnerungen abgesichert?

Vielleicht ist iCloud nur ein Teil eurer digitalen Familienwelt.

Google Fotos, alte Smartphones, Computer, USB-Sticks und frühere Festplatten kommen noch dazu.

Dann müsst ihr nicht versuchen, jeden Speicherort sofort perfekt zu machen.

Fangt mit dem Überblick an.

Mit meinem kostenlosen Cloud-Check für Familien könnt ihr Schritt für Schritt eure Fotos, Speicherorte, Clouds, Backups, Geräte, Zugänge und Freigaben prüfen.

Damit ihr am Ende nicht nur sagen könnt:

„Unsere iCloud-Fotos sind gesichert.“

Sondern:

„Wir wissen, wo unsere wichtigsten Familienerinnerungen liegen – und wie wir sie schützen.“

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Häufige Fragen: iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern

Wie kann ich iCloud Fotos auf eine externe Festplatte sichern?

Am Mac kannst du Fotos aus der Fotos-App exportieren und eine externe Festplatte als Speicherort auswählen. Ausgewählte Bilder lassen sich auch direkt vom iPhone oder iPad auf ein angeschlossenes externes Speichergerät exportieren. Unter Windows kannst du iCloud-Fotos zunächst vollständig herunterladen und anschließend als unabhängige Kopie auf eine externe Festplatte übertragen.

Kann ich meine komplette iCloud-Fotomediathek sichern?

Ja. Auf einem Mac kannst du zusätzlich die komplette Fotos-Mediathek sichern, beispielsweise mit Time Machine oder als zusätzliche Kopie auf einem geeigneten externen Speichergerät.

Kann ich iCloud Fotos direkt vom iPhone auf eine Festplatte kopieren?

Ja. Mit einem kompatiblen externen Speichergerät kannst du ausgewählte Fotos und Videos direkt vom iPhone oder iPad exportieren. Apple bietet dafür in der Fotos-App die Funktion „Unbearbeitete Originale exportieren“ an.

Kann ich iCloud Fotos unter Windows auf eine Festplatte sichern?

Ja. Wichtig ist, dass die Bilder zunächst tatsächlich lokal auf dem Windows-PC verfügbar sind. Anschließend solltest du sie für eine unabhängige Sicherung in einen separaten Ordner auf der externen Festplatte kopieren.

Werden meine Fotos aus iCloud gelöscht, wenn ich sie exportiere?

Nein. Beim Exportieren oder Kopieren entsteht zunächst eine zusätzliche Datei. Die vorhandenen Fotos werden dadurch nicht automatisch aus deiner iCloud-Fotomediathek entfernt.

Ist iCloud Fotos ein vollständiges Backup?

iCloud-Fotos hält deine Fotomediathek auf den verbundenen Geräten synchron. Da auch Änderungen und Löschungen innerhalb der Mediathek synchronisiert werden, erfüllt eine zusätzliche unabhängige Kopie auf einer externen Festplatte einen anderen Zweck. Apple empfiehlt deshalb ebenfalls eine lokale Sicherung der Fotomediathek.

Welche Festplatte eignet sich für iCloud Fotos?

Sowohl externe HDDs als auch SSDs können verwendet werden. HDDs bieten häufig mehr Speicher fürs Geld, während SSDs kompakter und weniger empfindlich gegenüber Erschütterungen sind. Wichtiger als die Bauart ist, dass diese Festplatte nicht zur einzigen Kopie eurer Familienfotos wird.

Wie oft sollte ich iCloud Fotos zusätzlich sichern?

Für viele Familien kann eine jährliche oder halbjährliche Sicherung ein guter Anfang sein. Wer sehr viele neue Fotos und Videos erstellt, kann die zusätzliche Kopie entsprechend häufiger aktualisieren. Entscheidend ist vor allem, dass die Sicherung regelmäßig durchgeführt und anschließend auch geprüft wird.

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