Geteilte iCloud-Fotomediathek für Familien: So verwaltet ihr Fotos gemeinsam

Mit der geteilten iCloud-Fotomediathek könnt ihr Familienfotos gemeinsam verwalten. Erfahre, wie die Einrichtung funktioniert und worauf ihr achten solltet.

„Kannst du mir die Bilder von gestern noch schicken?“

Diesen Satz kennen wahrscheinlich viele Familien.

Mama fotografiert beim Kindergeburtstag. Papa macht Bilder beim Fußball. Im Urlaub fotografiert mal der eine, mal der andere. Am Ende gehören all diese Bilder zur selben Familiengeschichte – liegen aber auf verschiedenen iPhones.

Dann beginnt das übliche Hin und Her:

„War das Foto auf deinem Handy oder auf meinem?“

Oder:

„Wo ist eigentlich das Video vom ersten Schultag?“

Wenn ihr hauptsächlich Apple-Geräte verwendet, gibt es dafür eine interessante Lösung: die geteilte iCloud-Fotomediathek.

Damit können insgesamt bis zu sechs Personen Fotos und Videos in einer gemeinsamen Mediathek sammeln und verwalten. Gleichzeitig behält jeder weiterhin seine persönliche Fotomediathek.

Für Familien kann das sehr praktisch sein. Denn es geht nicht nur darum, ein paar schöne Bilder miteinander zu teilen.

Es geht darum, einen gemeinsamen Platz für die Fotos und Videos zu schaffen, die wirklich zu eurem Familienleben gehören.

Geteilte iCloud-Fotomediathek: Das Wichtigste in Kürze

Eine geteilte iCloud-Fotomediathek besteht zusätzlich zur persönlichen Fotomediathek.

Du und bis zu fünf weitere Personen könnt gemeinsam Fotos und Videos hinzufügen und verwalten.

Wichtig zu wissen:

  • Insgesamt können bis zu sechs Personen teilnehmen.
  • Jeder behält seine persönliche Fotomediathek.
  • Zusätzlich gibt es eine gemeinsame Mediathek.
  • Alle Teilnehmer können gemeinsame Inhalte hinzufügen, bearbeiten und löschen.
  • Fotos können bewusst in die gemeinsame Mediathek verschoben werden.
  • Neue Aufnahmen können direkt oder teilweise automatisch dort gespeichert werden.
  • Der Speicherverbrauch der gemeinsamen Mediathek wird dem iCloud-Speicher des Organisators zugerechnet.
  • Eine Apple-Familienfreigabe ist für Erwachsene grundsätzlich nicht erforderlich.
  • Du kannst immer nur an einer geteilten iCloud-Fotomediathek teilnehmen.

Für Familien, die überwiegend iPhones und andere Apple-Geräte verwenden, kann das eine sehr elegante Lösung sein.

Ich würde aber nicht einfach sämtliche Fotos aller Beteiligten in einen gemeinsamen Topf werfen.

Ein bisschen Struktur vorher spart später viel Chaos.

Das eigentliche Familienproblem: Jeder fotografiert – aber niemand hat alles

Früher gab es vielleicht eine Digitalkamera. Zumindest lagen dort die meisten Urlaubsbilder gemeinsam auf einer Speicherkarte.

Heute fotografieren mehrere Familienmitglieder gleichzeitig.

Auf einem iPhone liegen vielleicht:

  • der Kindergeburtstag,
  • Videos vom Fußball,
  • Bilder vom Wochenende.

Auf dem anderen:

  • die Einschulung,
  • Fotos vom Ausflug,
  • Familienfeiern,
  • die schöneren Urlaubsbilder.

Beide Eltern besitzen damit Teile derselben Familiengeschichte. Aber keiner hat unbedingt die komplette Sammlung.

Natürlich kann man sich Bilder über AirDrop, WhatsApp oder andere Wege schicken. Nur entsteht daraus selten ein dauerhaft übersichtliches System.

Genau hier wird die gemeinsame Fotomediathek interessant.

Das Ziel ist nicht:

Jeder braucht jedes Foto noch einmal als eigene Kopie.

Sondern:

Unsere wichtigen Familienbilder haben einen gemeinsamen Platz.

Persönliche und geteilte Mediathek: Was ist der Unterschied?

Deine persönliche Fotosammlung verschwindet durch die gemeinsame Mediathek nicht.

Es gibt weiterhin:

Persönliche Mediathek

und zusätzlich:

Geteilte Mediathek

In der Fotos-App kannst du dir nur deine persönlichen Bilder, nur die gemeinsame Mediathek oder beide Bereiche zusammen anzeigen lassen.

Das ist für Familien sinnvoll, denn natürlich muss nicht jedes Foto gemeinsam gespeichert werden.

Ein Screenshot einer Rechnung?

Eher persönlich.

Ein Foto vom Parkplatz, damit du später das Auto wiederfindest?

Persönlich.

Zwanzig Bilder eines Gegenstands, den du verkaufen möchtest?

Auch nicht unbedingt etwas für eure Familienmediathek.

Der Geburtstag eures Kindes dagegen?

Perfekt für die gemeinsame Sammlung.

Geteilte Fotomediathek oder geteiltes Album?

Apple bietet beide Möglichkeiten an. Die Begriffe klingen ähnlich, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.

Geteiltes Album

Ein geteiltes Album eignet sich gut, wenn du ausgewählte Fotos anderen Personen zeigen möchtest.

Zum Beispiel:

  • Urlaub Italien 2026,
  • Einschulung,
  • Familienfeier,
  • Bilder für Oma und Opa.

Geteilte Alben sind eher ein Werkzeug zum Weitergeben und gemeinsamen Anschauen.

Wichtig: Apple lädt dafür Kopien hoch. Geteilte Fotos können dabei in ihrer Auflösung reduziert werden, und auch bei Videos gelten Einschränkungen.

Geteilte iCloud-Fotomediathek

Die geteilte Mediathek geht deutlich weiter.

Sie ist eine gemeinsam verwaltete Fotobibliothek.

Alle Teilnehmer können Inhalte hinzufügen, bearbeiten und löschen.

Für mich lässt sich der Unterschied deshalb einfach zusammenfassen:

Geteiltes Album = Fotos zeigen

Geteilte Mediathek = Fotos gemeinsam verwalten

Wenn Oma zehn schöne Bilder vom Wochenende bekommen soll, reicht meistens ein geteiltes Album oder eine andere einfache Freigabe.

Wenn zwei Eltern dagegen dauerhaft dieselben Familienerinnerungen sammeln und verwalten möchten, wird die geteilte Fotomediathek interessant.

Wenn es dir hauptsächlich darum geht, Bilder unkompliziert mit Großeltern zu teilen, findest du hier meinen ausführlichen Ratgeber:

→ Familienfotos teilen: So bekommen Oma und Opa die Bilder einfach aufs Handy

Für welche Familien lohnt sich die geteilte iCloud-Fotomediathek?

Ich würde sie vor allem in Betracht ziehen, wenn:

  • ihr überwiegend Apple-Geräte verwendet,
  • beide Eltern regelmäßig Familienfotos aufnehmen,
  • eure Bilder bisher auf mehreren iPhones verteilt sind,
  • ihr ständig Fotos hin- und herschickt,
  • und ihr langfristig eine gemeinsame Fotosammlung aufbauen möchtet.

Weniger passend ist sie, wenn ein großer Teil der Familie hauptsächlich Android verwendet.

Dann würde ich eher prüfen, ob ein plattformübergreifendes System besser zu eurem Alltag passt.

Denn die technisch eleganteste Lösung bringt wenig, wenn sie nur auf den Geräten einer Person wirklich gut funktioniert.

Wer sollte die geteilte Mediathek erstellen?

Darüber würde ich tatsächlich kurz nachdenken.

Die Person, die die geteilte Mediathek erstellt, wird zum Organisator. Der Speicherplatz für die gemeinsamen Inhalte wird ihrem iCloud-Speicher zugerechnet.

Die anderen Teilnehmer können die gemeinsamen Inhalte nutzen, ohne dass diese zusätzlich auf ihren eigenen iCloud-Speicher angerechnet werden.

Deshalb würde ich vorher überlegen:

  • Welcher Apple Account wird langfristig verwendet?
  • Wer hat ausreichend iCloud-Speicher?
  • Welcher Account soll die gemeinsame Mediathek dauerhaft tragen?

Nicht einfach:

„Ich richte das schnell auf meinem Handy ein.“

Sondern einmal bewusst entscheiden, welcher Account dafür sinnvoll ist.

Wie viel iCloud-Speicher benötigt ihr?

Familienfotos wachsen erstaunlich schnell.

Vor allem Videos benötigen viel Speicher.

Prüft deshalb vor der Einrichtung, wie viel Speicher beim künftigen Organisator verfügbar ist und wie groß die vorhandene Fotosammlung ungefähr ist.

Das ist nicht nur für den Start wichtig.

Wenn beim Organisator kein iCloud-Speicher mehr verfügbar ist, können keine neuen Inhalte zur gemeinsamen Mediathek hinzugefügt werden. Auch Änderungen wie Bearbeitungen, Favoriten oder bestimmte Metadaten werden dann nicht mehr vollständig synchronisiert.

Mein Rat:

Plant etwas Reserve ein.

Eine Familienfotomediathek soll schließlich nicht nur heute funktionieren, sondern auch nach dem nächsten Urlaub, Geburtstag und Weihnachtsfest.

Was braucht ihr für die geteilte iCloud-Fotomediathek?

Damit die Funktion genutzt werden kann, muss iCloud Fotos aktiviert sein.

Apple nennt mindestens iOS 16.1, iPadOS 16.1 beziehungsweise macOS Ventura als Voraussetzung. Auf Geräten mit älterer Software können Inhalte, die in die geteilte Mediathek verschoben wurden, nicht normal angezeigt werden.

Gerade wenn in der Familie noch ältere iPhones oder iPads genutzt werden, würde ich das vorher prüfen.

Wichtig:

Ihr müsst dafür grundsätzlich keine Apple-Familienfreigabe eingerichtet haben.

Die Familienfreigabe und die geteilte iCloud-Fotomediathek sind zwei unterschiedliche Funktionen.

Für Kinder unter 13 Jahren gelten allerdings besondere Regeln: Sie können eine geteilte Mediathek nur gemeinsam mit Mitgliedern ihrer Familienfreigabegruppe nutzen.

Geteilte iCloud-Fotomediathek auf dem iPhone einrichten

Der genaue Menüweg kann sich je nach verwendeter iOS-Version etwas unterscheiden.

Unter aktuellen iOS-Versionen findest du die Einrichtung direkt in der Fotos-App:

Fotos → Sammlungen → oben rechts auf deinen Account → Geteilte Mediathek

Apple führt dich anschließend durch die Einrichtung.

Du kannst bis zu fünf weitere Personen einladen und auswählen, welche vorhandenen Fotos und Videos du in die gemeinsame Mediathek verschieben möchtest.

Vor dem Versand der Einladung kannst du deine Auswahl noch einmal prüfen.

Falls der Menüpunkt auf deinem iPhone an einer anderen Stelle erscheint, findest du die Funktion je nach iOS-Version auch unter den Einstellungen der Fotos-App.

→ Aktuelle Anleitung von Apple zur geteilten iCloud-Fotomediathek

Nicht sofort alles teilen

Bei der Einrichtung ist die Versuchung groß:

„Dann nehmen wir einfach alle Fotos.“

Ich würde bewusster starten.

Zum Beispiel mit:

  • Kinderfotos,
  • gemeinsamen Urlauben,
  • Geburtstagen,
  • Familienfeiern,
  • Ausflügen,
  • Weihnachten,
  • wichtigen Familienvideos.

Persönliche Fotos würde ich zunächst persönlich lassen.

So bleibt die geteilte Mediathek tatsächlich eine Familienmediathek und wird nicht innerhalb weniger Jahre wieder zu einer riesigen digitalen Schublade.

Wichtig: Fotos werden in die gemeinsame Mediathek verschoben

Dieser Punkt sollte jedem Teilnehmer klar sein.

Wenn du ein Foto aus deiner persönlichen Mediathek zur geteilten Mediathek hinzufügst, erstellt Apple dort nicht einfach eine zweite unabhängige Kopie.

Das Foto wird aus deiner persönlichen Mediathek in die geteilte Mediathek verschoben.

In der kombinierten Ansicht der Fotos-App fällt das im Alltag kaum auf.

Technisch ist der Unterschied aber wichtig.

Denn:

Geteilt bedeutet nicht zusätzlich gesichert.

Eine geteilte Fotomediathek ist kein Backup

Nur weil mehrere Familienmitglieder ein Foto sehen können, existieren dadurch nicht automatisch mehrere unabhängige Sicherungskopien.

Die gemeinsame Mediathek liegt weiterhin in iCloud.

Deshalb gilt:

Teilen ist nicht Sichern.

Gerade wenn dort viele Jahre Familiengeschichte liegen, würde ich zusätzlich eine unabhängige Sicherung einplanen.

Zum Beispiel auf einer externen Festplatte.

→ iCloud Fotos auf externe Festplatte sichern

Damit nutzt ihr iCloud komfortabel im Alltag und habt gleichzeitig noch eine zusätzliche Kopie eurer wichtigen Erinnerungen.

Wer darf gemeinsame Fotos löschen?

Hier sollten alle Beteiligten wissen, worauf sie sich einlassen.

Alle Teilnehmer können Inhalte in der gemeinsamen Mediathek hinzufügen, bearbeiten und löschen.

Wenn jemand ein Foto oder Video löscht, wird es zunächst in „Zuletzt gelöscht“ verschoben.

Nur die Person, die das betreffende Foto oder Video ursprünglich zur gemeinsamen Mediathek beigetragen hat, kann es dort endgültig löschen.

Eigene gelöschte Beiträge können innerhalb von 30 Tagen wiederhergestellt beziehungsweise zurück in die persönliche Mediathek verschoben werden.

Für die Familie reicht deshalb eigentlich eine einfache Regel:

„Wenn du hier etwas löschst, veränderst du unsere gemeinsame Sammlung.“

Das sollte jeder wissen, bevor die gemeinsame Mediathek zum Alltag wird.

Können neue Fotos direkt gemeinsam gespeichert werden?

Ja – und genau das macht die Funktion im Familienalltag interessant.

Nach der Einrichtung kannst du bereits beim Fotografieren entscheiden, ob eine neue Aufnahme in deiner persönlichen oder in der geteilten Mediathek gespeichert werden soll.

Zusätzlich bietet Apple automatische Möglichkeiten.

Das iPhone kann Fotos beispielsweise automatisch zur gemeinsamen Mediathek hinzufügen, wenn sich andere Teilnehmer in der Nähe befinden. Auch eine automatische Freigabe von Aufnahmen, die zu Hause entstehen, lässt sich einrichten.

Technisch ist das praktisch.

Ich würde trotzdem nicht sofort jede Automatik einschalten.

Meine Empfehlung: Erst manuell, dann automatisch

Ich würde die gemeinsame Mediathek in drei einfachen Phasen aufbauen.

Phase 1: Bewusst teilen

Nutzt die gemeinsame Mediathek zunächst einige Wochen manuell.

Bei neuen Fotos entscheidet ihr:

Familienfoto oder persönlich?

So entwickelt ihr ein Gefühl dafür, was wirklich in eure gemeinsame Sammlung gehört.

Phase 2: Eine einfache Gewohnheit entwickeln

Nach einiger Zeit wird die Entscheidung fast automatisch.

Kindergeburtstag?

Gemeinsam.

Foto vom Kassenzettel?

Persönlich.

Urlaub?

Wahrscheinlich gemeinsam.

Mehr Regeln braucht ihr zunächst nicht.

Phase 3: Automatik ausprobieren

Wenn das Prinzip funktioniert, könnt ihr testen, ob die automatischen Freigaben euren Alltag tatsächlich vereinfachen.

Technik sollte euer System unterstützen.

Nicht das System für euch bestimmen.

Wie sehe ich persönliche und gemeinsame Fotos zusammen?

Im Alltag ist die kombinierte Ansicht wahrscheinlich am angenehmsten.

Apple ermöglicht drei Darstellungen:

  • persönliche Mediathek,
  • geteilte Mediathek,
  • beide Mediatheken zusammen.

Dadurch musst du nicht ständig zwischen zwei völlig getrennten Fotoarchiven springen.

Du kannst eure Bilder ganz normal betrachten und bei Bedarf trotzdem erkennen, welche Fotos zur gemeinsamen Sammlung gehören.

Was passiert mit Bearbeitungen?

Auch hier unterscheidet sich die gemeinsame Mediathek deutlich von einem einfachen geteilten Album.

Bearbeitungen an gemeinsamen Fotos werden für alle Teilnehmer sichtbar.

Dazu gehören neben klassischen Bildbearbeitungen auch Änderungen wie Favoriten, Beschriftungen beziehungsweise Untertitel sowie bestimmte Anpassungen an Datum und Uhrzeit.

Das ist praktisch, bedeutet aber auch:

Gemeinsam heißt wirklich gemeinsam.

Es handelt sich nicht um deine persönliche Kopie, die jemand anderes lediglich anschauen darf.

Wie würde ich eine Familienmediathek konkret aufbauen?

Ich würde es möglichst einfach halten.

Persönliche Mediathek

Dort bleiben beispielsweise:

  • Screenshots,
  • Dokumentationsfotos,
  • berufliche Bilder,
  • persönliche Aufnahmen,
  • Fotos, die nur kurzfristig gebraucht werden.

Geteilte Familienmediathek

Dort landen:

  • Kinderfotos,
  • gemeinsame Urlaube,
  • Ausflüge,
  • Geburtstage,
  • Familienfeiern,
  • Feiertage,
  • wichtige Videos,
  • Bilder mit Oma und Opa,
  • Erinnerungen, die euch als Familie gehören.

Mehr Regeln würde ich am Anfang nicht aufstellen.

Wenn ein Familiensystem eine Bedienungsanleitung mit zwölf Regeln benötigt, wird es wahrscheinlich irgendwann nicht mehr benutzt.

Was ist, wenn eure Fotos bereits überall verteilt sind?

Vielleicht liegen eure Bilder heute nicht nur auf zwei iPhones.

Sondern zusätzlich:

  • in Google Fotos,
  • in WhatsApp,
  • auf einem alten Smartphone,
  • auf dem Notebook,
  • auf einer externen Festplatte.

Dann würde ich nicht sofort beginnen, alles blind in die neue Mediathek zu werfen.

Zuerst sollte klar sein:

Was haben wir eigentlich – und wo liegt es?

Wisst ihr, wo eure Familienfotos wirklich liegen?

Mit meinem kostenlosen Cloud-Check für Familien könnt ihr zuerst einen Überblick schaffen:

  • Wo liegen eure wichtigen Fotos und Daten?
  • Welche Clouds verwendet ihr?
  • Welche Geräte enthalten noch wichtige Inhalte?
  • Welche Backups gibt es?
  • Wer hat Zugriff?
  • Wo gibt es möglicherweise noch Lücken?

Das Ziel sollte nicht sein:

noch einen Speicherort hinzuzufügen.

Sondern:

ein System aufzubauen, das eure Familie versteht.

Kostenlosen Cloud-Check starten

Das Wichtigste ist nicht die Cloud – sondern dass mehr als einer Bescheid weiß

Eine geteilte Fotomediathek klingt zunächst nach einer technischen Funktion.

Für mich steckt aber noch etwas anderes dahinter.

Vielleicht bist du heute derjenige in der Familie, der iCloud eingerichtet hat, Speicherpläne verwaltet und genau weiß, wo alle Fotos liegen.

Das funktioniert – solange du dich darum kümmerst.

Ein gutes digitales Familiensystem sollte aber nicht dauerhaft von einer einzigen Person abhängen.

Dein Partner sollte ebenfalls wissen:

  • Wo liegen unsere Familienfotos?
  • Wie komme ich daran?
  • Was ist persönlich und was gehört zur gemeinsamen Sammlung?

Dafür muss niemand iCloud technisch im Detail verstehen.

Aber mindestens zwei Menschen in der Familie sollten das System kennen.

Denn aus:

„Die Fotos sind auf meinem Handy.“

wird dann:

„Dort liegen unsere Familienerinnerungen.“

Genau diese Veränderung finde ich viel wichtiger als die eigentliche Cloudfunktion.

Für wen würde ich die geteilte iCloud-Fotomediathek empfehlen?

Ja, wenn …

  • ihr überwiegend Apple-Geräte verwendet,
  • mehrere Personen regelmäßig Familienfotos aufnehmen,
  • ihr dauerhaft eine gemeinsame Sammlung pflegen möchtet,
  • ihr nicht ständig Bilder hin- und herschicken wollt,
  • und ihr der gemeinsamen Bearbeitung vertraut.

Eher nicht, wenn …

  • Android und Apple stark gemischt genutzt werden,
  • eigentlich nur eine Person sämtliche Fotos macht,
  • ihr nur gelegentlich Bilder mit Oma und Opa teilen möchtet,
  • oder niemand außer euch gemeinsame Fotos verändern oder löschen soll.

Dann kann ein normales geteiltes Album oder ein anderes Fotosystem besser passen.

Fazit: Geteilte iCloud-Fotomediathek für Familien

Eine geteilte iCloud-Fotomediathek kann Familien viel Arbeit abnehmen.

Besonders dann, wenn beide Eltern regelmäßig fotografieren und bisher jeder nur einen Teil der gemeinsamen Erinnerungen auf seinem eigenen Smartphone hat.

Ich würde so starten:

  1. Entscheidet, wer die gemeinsame Mediathek organisiert.
  2. Prüft den verfügbaren iCloud-Speicher.
  3. Prüft, ob eure Geräte die Funktion unterstützen.
  4. Ladet nur Personen ein, die wirklich an der Familienmediathek mitarbeiten sollen.
  5. Verschiebt zunächst ausgewählte Familienfotos.
  6. Nutzt die gemeinsame Mediathek einige Wochen bewusst.
  7. Prüft erst danach automatische Freigaben.
  8. Sprecht kurz darüber, dass alle Teilnehmer gemeinsame Inhalte bearbeiten und löschen können.
  9. Plant zusätzlich eine unabhängige Sicherung eurer Familienfotos ein.

Und vor allem:

Macht das System so einfach, dass nicht nur der technikaffinste Mensch in der Familie es versteht.

Denn am Ende ist nicht entscheidend, ob eure Fotos technisch perfekt organisiert sind.

Entscheidend ist:

Ihr wisst gemeinsam, wo eure Erinnerungen liegen.

Häufige Fragen zur geteilten iCloud-Fotomediathek

Wie viele Personen können eine geteilte iCloud-Fotomediathek nutzen?

Eine geteilte Mediathek kann aus dem Organisator und bis zu fünf weiteren Teilnehmern bestehen. Insgesamt können also bis zu sechs Personen teilnehmen.

Muss ich dafür die Apple-Familienfreigabe verwenden?

Nein. Für Erwachsene muss die Familienfreigabe grundsätzlich nicht aktiviert sein. Für Kinder unter 13 Jahren gelten besondere Regeln: Sie können eine geteilte Mediathek nur mit Mitgliedern ihrer Familienfreigabegruppe nutzen.

Braucht jeder Teilnehmer eigenen iCloud-Speicher für die gemeinsamen Fotos?

Nein. Die Inhalte der gemeinsamen Mediathek werden dem iCloud-Speicher des Organisators zugerechnet. Bei den anderen Teilnehmern werden diese gemeinsamen Inhalte nicht auf deren eigenen iCloud-Speicher angerechnet.

Können andere Teilnehmer gemeinsame Fotos löschen?

Ja. Alle Teilnehmer können Inhalte der gemeinsamen Mediathek hinzufügen, bearbeiten und löschen. Gelöschte Inhalte landen zunächst in „Zuletzt gelöscht“. Nur die Person, die einen Inhalt ursprünglich beigetragen hat, kann ihn dort endgültig löschen.

Bleiben geteilte Bilder zusätzlich in meiner persönlichen Mediathek?

Nein. Wenn du einen Inhalt in die gemeinsame Mediathek verschiebst, befindet er sich anschließend nicht zusätzlich in deiner persönlichen Mediathek. Du kannst persönliche und gemeinsame Fotos in der Fotos-App aber gemeinsam anzeigen lassen.

Können neue Fotos automatisch geteilt werden?

Ja. Das iPhone kann neue Aufnahmen direkt in der gemeinsamen Mediathek speichern. Zusätzlich gibt es automatische Optionen, beispielsweise wenn andere Teilnehmer in der Nähe sind oder wenn Fotos zu Hause aufgenommen werden.

Kann ich gleichzeitig mehrere geteilte iCloud-Fotomediatheken verwenden?

Nein. Du kannst jeweils nur an einer geteilten iCloud-Fotomediathek teilnehmen.

Ist eine geteilte iCloud-Fotomediathek ein Backup?

Nein. Die Funktion dient der gemeinsamen Verwaltung und Synchronisierung eurer Fotos. Eine unabhängige zusätzliche Sicherung ersetzt sie nicht.

Was ist besser: Geteiltes Album oder geteilte iCloud-Fotomediathek?

Für gelegentliches Weitergeben ausgewählter Fotos reicht meist ein geteiltes Album. Wenn mehrere Personen dauerhaft eine gemeinsame Fotosammlung verwalten sollen, ist die geteilte iCloud-Fotomediathek die passendere Lösung.

Geteilte Alben arbeiten mit hochgeladenen Kopien und haben zusätzliche Einschränkungen bei Auflösung und Videos. Die geteilte Mediathek ist dagegen für die dauerhafte gemeinsame Verwaltung gedacht.

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