Das neue iPhone ist eingerichtet. Die ersten Fotos landen schon in der Apple-Fotos-App.
Und dann fällt dir ein:
„Moment mal – unsere letzten acht Jahre Familienfotos liegen doch noch bei Google Fotos.“
Der erste Urlaub mit den Kindern, Geburtstage, Weihnachten, Videos vom ersten Fahrradfahren und tausende ganz normale Bilder aus eurem Familienalltag.
Jetzt möchtest du künftig iCloud Fotos nutzen. Aber was passiert mit all den Erinnerungen, die bisher bei Google liegen?
Die gute Nachricht: Du musst deine komplette Fotosammlung nicht mehr mühsam herunterladen, auf dem Computer entpacken und anschließend wieder bei Apple hochladen. Google und Apple ermöglichen eine direkte Übertragung einer Kopie von Google Fotos zu iCloud Fotos.
Deine vorhandenen Bilder bei Google werden dabei nicht automatisch gelöscht.
In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Google Fotos zu iCloud übertragen kannst, was du vorher prüfen solltest und warum ich Google Fotos nach dem Transfer nicht sofort löschen würde.
Google Fotos zu iCloud übertragen: Das Wichtigste in Kürze
Wenn du deine bisherige Google-Fotos-Sammlung künftig in iCloud Fotos verwenden möchtest, würde ich den direkten Übertragungsweg nutzen.
So gehst du grundsätzlich vor:
- Prüfen, ob eure wichtigen Fotos wirklich in Google Fotos liegen.
- Entscheiden, ob iCloud künftig euer Hauptsystem sein soll.
- iCloud Fotos und iCloud Drive aktivieren.
- Prüfen, ob genügend iCloud-Speicher vorhanden ist.
- Google Datenexport öffnen.
- Einen Export aus Google Fotos starten.
- Als Ziel „Apple – iCloud-Fotos“ auswählen.
- Mit deinem Apple Account anmelden und den Zugriff erlauben.
- Die Übertragung vollständig abschließen lassen.
- Fotos anschließend in Apple Fotos kontrollieren.
- Bei fehlenden Dateien zusätzlich iCloud Drive prüfen.
- Google Fotos zunächst noch nicht löschen.
Der wichtigste Punkt:
Es wird eine Kopie übertragen.
Deine bisherigen Google-Fotos verschwinden dabei nicht. Genau das finde ich bei Familienfotos angenehm: Du musst nicht in einem einzigen Moment entscheiden, dass ab heute nur noch Apple existiert.
Erst übertragen. Dann prüfen. Und erst später aufräumen.
Warum überhaupt von Google Fotos zu iCloud wechseln?
Vielleicht bist du ursprünglich über ein Android-Smartphone zu Google Fotos gekommen. Oder du hast vor Jahren die Google-Fotos-App auf deinem iPhone eingerichtet und seitdem werden dort eure Bilder gesammelt.
Inzwischen sieht eure digitale Familienwelt vielleicht anders aus: Du nutzt ein iPhone, dein Partner ebenfalls und auf dem Mac möchtest du direkt auf eure Fotos zugreifen.
Dann kann es angenehm sein, die Fotomediathek stärker in Apples eigenes System zu integrieren.
Das bedeutet aber nicht:
iCloud ist grundsätzlich besser als Google Fotos.
Die wichtigere Frage lautet:
Welches System passt heute besser zu unserer Familie?
Ein Wechsel sollte euer digitales Leben einfacher machen – nicht einfach nur anders.
Zwei Fotowelten werden schnell unübersichtlich
Das eigentliche Problem entsteht häufig gar nicht durch Google oder Apple. Es entsteht dadurch, dass beide Systeme jahrelang parallel laufen.
Dann sieht es irgendwann ungefähr so aus:
- Google Fotos: ältere Bilder und ein Teil der neueren Fotos
- iCloud Fotos: aktuelle iPhone-Bilder
- altes Smartphone: noch einige Aufnahmen
- WhatsApp: weitere Familienfotos
- Festplatte: irgendwo noch Bilder aus früheren Jahren
Technisch funktioniert alles irgendwie. Aber niemand weiß mehr genau:
„Wo liegt eigentlich welches Foto?“
Deshalb finde ich einen bewussten Wechsel sinnvoll. Nicht mit dem Gedanken:
„Google muss sofort weg.“
Sondern:
„Wir entscheiden, welches System ab jetzt unser Hauptsystem ist.“
Allein diese Entscheidung kann schon viel Ordnung schaffen.
Bevor du wechselst: Soll iCloud wirklich euer Hauptsystem werden?
Diese Frage würde ich vor der Technik beantworten.
Wenn eure Familie überwiegend Apple-Geräte verwendet und du eure Fotos direkt über iPhone, iPad und Mac verwalten möchtest, kann iCloud Fotos gut passen.
Wenn dagegen mehrere Android-Geräte genutzt werden und Google Fotos heute für alle problemlos funktioniert, musst du nicht allein deshalb wechseln, weil du ein neues iPhone gekauft hast.
Frag dich deshalb kurz:
- Welche Geräte verwenden wir heute?
- Welche Geräte werden wir wahrscheinlich künftig verwenden?
- Welches System versteht auch mein Partner?
- Wo sollen neue Familienfotos künftig automatisch landen?
Wenn du darauf eine klare Antwort hast, macht der Transfer deutlich mehr Sinn.
Vor dem Transfer: Sind wirklich alle Fotos bei Google?
Bevor du irgendetwas überträgst, würde ich Google Fotos einmal bewusst öffnen.
Prüfe beispielsweise:
- aktuelle Familienfotos,
- den letzten Urlaub,
- wichtige Videos,
- Fotos vom letzten Geburtstag,
- Aufnahmen aus älteren Jahren,
- und Bilder von früheren Smartphones.
Denn übertragen werden natürlich nur die Inhalte, die sich tatsächlich in Google Fotos befinden.
Vielleicht stellst du dabei fest, dass ein Teil bei Google liegt, andere Bilder nur auf deinem aktuellen iPhone vorhanden sind und dein Partner noch eine eigene Sammlung besitzt.
Das ist nicht schlimm.
Aber du solltest es wissen, bevor du später glaubst:
„Jetzt ist unsere komplette Familiengeschichte bei Apple.“
Reicht dein iCloud-Speicher?
Dieser Punkt ist vor dem Start besonders wichtig.
Wenn deine Google-Fotos-Sammlung beispielsweise sehr groß ist, muss auch in iCloud ausreichend freier Speicher für die Übertragung vorhanden sein.
Prüfe deshalb vorab:
- Wie groß ist meine bisherige Fotosammlung ungefähr?
- Wie viel iCloud-Speicher ist noch frei?
- Bleibt danach noch ausreichend Platz für neue Fotos und Videos?
Plane ruhig etwas Reserve ein. Eure Fotomediathek soll nach dem Wechsel schließlich weiter wachsen.
Wenn während der Übertragung der iCloud-Speicher nicht ausreicht, kannst du nach dem Freimachen beziehungsweise Erweitern des Speichers eine weitere Übertragung anfordern. Apple gibt an, dass dadurch keine doppelten Foto- oder Videodateien hinzugefügt werden.
→ Apple-Hilfe zur direkten Übertragung von Google Fotos zu iCloud Fotos
Wichtig: Wann der direkte Transfer nicht funktioniert
Bevor du lange nach einer fehlenden Einstellung suchst, solltest du noch drei Voraussetzungen kennen.
Der direkte Import ist derzeit nicht verfügbar, wenn:
- du einen Kinderaccount verwendest,
- dein Apple Account verwaltet wird,
- oder der Erweiterte Datenschutz für iCloud für deinen Account aktiviert ist.
Außerdem muss die Option „Apple – iCloud-Fotos“ in Google Datenexport für deinen Account verfügbar sein.
Für die meisten normalen privaten Apple Accounts ist der Ablauf unkompliziert. Wenn die Auswahl bei dir aber fehlt, lohnt sich ein Blick auf diese Voraussetzungen.
Google Fotos direkt zu iCloud übertragen – Schritt für Schritt
Der direkte Transfer ist aus meiner Sicht für die meisten Familien der angenehmste Weg.
Du musst dafür nicht erst Tausende Bilder auf deinen Computer herunterladen.
Schritt 1: Google Datenexport öffnen
Öffne Google Datenexport beziehungsweise Google Takeout und melde dich mit dem Google-Konto an, in dem sich deine Fotos befinden.
Wenn du mehrere Google-Konten verwendest, prüfe kurz, ob du wirklich im richtigen Konto bist. Gerade über viele Jahre sammeln sich schnell verschiedene Accounts an.
Zehn Sekunden Kontrolle sparen später viel Verwirrung.
Schritt 2: Export aus Google Fotos starten
Folge den Anweisungen von Google, um einen Export deiner Google-Fotos-Daten zu starten.
Für diesen Wechsel geht es um deine Fotos und Videos. Du musst nicht gleichzeitig Daten aus allen anderen Google-Diensten exportieren.
Schritt 3: „Apple – iCloud-Fotos“ als Ziel auswählen
Jetzt kommt der entscheidende Punkt.
Statt dir große ZIP-Archive zum Herunterladen erstellen zu lassen, wählst du als Ziel:
Apple – iCloud-Fotos
Danach meldest du dich mit deinem Apple Account an.
Schritt 4: Zugriff erlauben
Apple beziehungsweise Google fragt anschließend nach der notwendigen Berechtigung.
Du bestätigst, dass Google die ausgewählten Fotos und Videos zu iCloud hinzufügen darf.
Danach startet die Übertragung.
Je nach Größe deiner Fotobibliothek kann der Vorgang einige Stunden oder mehrere Tage dauern.
Du musst währenddessen nicht daneben sitzen.
Schritt 5: Den Transfer einfach abschließen lassen
Während der Übertragung würde ich möglichst keine größeren Änderungen an beiden Fotosystemen vornehmen.
Also nicht gleichzeitig:
- große Mengen bei Google löschen,
- iCloud Fotos deaktivieren,
- weitere große Transfers starten,
- oder die gesamte Mediathek neu organisieren.
Eine Sache nach der anderen.
Wenn du iCloud Fotos während des Imports deaktivierst, wird die Übertragung angehalten. Bereits übertragene Bilder bleiben vorhanden; für den Rest musst du nach dem erneuten Aktivieren eine weitere Übertragung anfordern.
Wo finde ich die Bilder nach dem Transfer?
Nach erfolgreicher Übertragung erscheinen die Bilder in Apple Fotos.
Apple legt dafür ein Album mit dem Namen:
„Import von Google“
und dem Datum der Übertragung an.
Das ist gerade bei einer großen Fotobibliothek hilfreich. Du musst nicht zwischen zehntausenden Bildern erraten, welche Inhalte gerade neu angekommen sind.
Werden meine Google Fotos beim Transfer gelöscht?
Nein.
Der Transfer ist keine klassische Verschiebung. Es entsteht eine weitere Kopie in iCloud Fotos.
Deine ursprünglichen Fotos und Videos bleiben bei Google vorhanden.
Das ist aus meiner Sicht ein großer Vorteil, denn dadurch entsteht kein Zeitdruck.
Du kannst zuerst in Ruhe prüfen:
- Sind ältere Jahre vorhanden?
- Funktionieren Videos?
- Ist der letzte Urlaub angekommen?
- Findest du wichtige Familienbilder?
Erst wenn du Vertrauen in das neue System hast, musst du überhaupt darüber nachdenken, was später mit Google Fotos passieren soll.
Werden alle Fotos und Videos übertragen?
Viele verbreitete Foto- und Videoformate können direkt übertragen werden. Dazu gehören unter anderem JPEG, HEIC, PNG, GIF, TIFF und BMP sowie viele MP4- und MOV-Videos.
Trotzdem kann es einzelne Inhalte geben, die nicht genauso in Apple Fotos landen wie vorher bei Google.
Bestimmte spezielle Inhalte wie Motion Photos, Live Photos oder Erinnerungen werden über diesen Transferweg nicht als solche übertragen. Foto- oder Videodateien, die nicht in iCloud Fotos importiert werden können – beispielsweise RAW-Dateien – können stattdessen in iCloud Drive landen.
Apple gibt außerdem an, dass Fotos und Videos in der Auflösung übertragen werden, die Google für den Export zur Verfügung stellt.
Deshalb gilt nach einem großen Transfer:
Nicht nur auf die Zahl der Bilder schauen. Ein paar wichtige Fotos und Videos gezielt prüfen.
Was passiert mit den Bildinformationen?
Neben den ursprünglichen Foto- und Videodateien werden auch verschiedene zugehörige Metadaten übertragen, darunter beispielsweise Dateiname, Beschreibung und Dateityp.
Trotzdem würde ich anschließend einige Aufnahmen aus unterschiedlichen Jahren öffnen und kurz kontrollieren:
- Wirkt die zeitliche Sortierung plausibel?
- Sind wichtige Informationen noch vorhanden?
- Lassen sich Videos normal abspielen?
- Findest du ältere und neuere Familienereignisse?
Du musst daraus kein Prüfprojekt machen.
Ein paar gezielte Stichproben reichen.
Was tun, wenn Bilder fehlen?
Wenn einzelne Dateien nicht in Apple Fotos auftauchen, würde ich nicht sofort davon ausgehen, dass sie verloren sind.
Prüfe zusätzlich iCloud Drive.
Dort kann ebenfalls ein Ordner namens „Import von Google“ mit dem Datum der Übertragung erscheinen. Dateien, die nicht direkt in iCloud Fotos übernommen werden konnten, können dort abgelegt worden sein.
Gerade bei ungewöhnlichen Bildformaten oder RAW-Dateien ist das wichtig zu wissen.
Was ist mit doppelten Fotos?
Vielleicht liefen Google Fotos und iCloud Fotos schon seit Monaten parallel. Dann existieren manche Aufnahmen möglicherweise bereits in beiden Systemen.
Ich würde deshalb trotzdem nicht vor dem Transfer anfangen, tausende mögliche Duplikate manuell zu löschen.
Das erhöht eher das Risiko, versehentlich etwas Wichtiges zu entfernen.
Meine Reihenfolge wäre:
übertragen → prüfen → organisieren
Nicht:
erst groß löschen → übertragen → hoffen
Wenn danach noch doppelte Bilder vorhanden sind, kannst du sie später in Ruhe angehen.
Muss ich Google Takeout als ZIP-Datei herunterladen?
Für den direkten Wechsel zu iCloud Fotos grundsätzlich nicht.
Genau darin liegt der große Vorteil dieses Übertragungswegs: Google sendet die Kopie direkt zu iCloud.
Ein klassischer Google-Takeout-Download mit ZIP-Dateien ist eher interessant, wenn du zusätzlich eine lokale Kopie auf deinem Computer oder einer externen Festplatte erstellen möchtest.
Wenn dein Ziel nur lautet:
Google Fotos → iCloud Fotos
würde ich den direkten Transfer bevorzugen.
Sollte ich vor dem Wechsel trotzdem ein Backup machen?
Wenn Google Fotos bisher der einzige Ort für viele Jahre Familienfotos ist, finde ich eine zusätzliche unabhängige Kopie grundsätzlich sinnvoll.
Nicht weil der direkte Transfer besonders gefährlich wäre.
Sondern weil ein Systemwechsel ein guter Moment ist, einmal grundsätzlich zu prüfen:
„Haben wir neben der Cloud eigentlich noch eine zweite Kopie unserer wichtigsten Erinnerungen?“
Wenn du eure Google-Fotos-Sammlung zusätzlich auf einer externen Festplatte sichern möchtest, findest du hier die komplette Anleitung:
→ Google Fotos auf externe Festplatte sichern
Dabei gilt:
Transfer und Backup sind zwei verschiedene Dinge.
Der Transfer bringt deine Fotos in das neue Hauptsystem. Das Backup schafft eine zusätzliche unabhängige Kopie.
Soll ich Google Fotos danach löschen?
Nicht sofort.
Das wäre meine klare Empfehlung.
Lass Google Fotos zunächst bestehen und nutze Apple Fotos ein paar Tage oder Wochen im Alltag.
Prüfe in dieser Zeit:
- Findest du ältere Bilder?
- Funktionieren eure Videos?
- Kommst du mit Apple Fotos gut zurecht?
- Ist die Sammlung vollständig genug?
- Versteht auch dein Partner das neue System?
Erst danach würde ich entscheiden, ob und wann Google Fotos aufgeräumt oder gelöscht werden soll.
Du gewinnst nichts dadurch, am gleichen Abend hektisch viele Jahre Familienfotos bei Google zu entfernen.
Der kritischste Moment kommt oft erst nach dem Transfer
Die Übertragung ist abgeschlossen. Alles sieht gut aus.
Und dann kommt schnell der Gedanke:
„Super. Dann kann Google jetzt weg.“
Genau hier würde ich langsamer werden.
Bevor du größere Mengen löschst, prüfe noch einmal:
- Sind wichtige alte Jahre vorhanden?
- Sind aktuelle Fotos angekommen?
- Funktionieren wichtige Videos?
- Gibt es noch Dateien im Import-Ordner von iCloud Drive?
- Existiert eine zusätzliche Sicherung?
- Weiß dein Partner, welches System künftig genutzt wird?
Erst danach würde ich aufräumen.
Auch dein Partner sollte wissen, dass ihr gewechselt habt
Das klingt banal, ist für ein digitales Familiensystem aber wichtig.
Wenn du heute alles zu Apple überträgst, dein Partner aber weiterhin denkt:
„Unsere Fotos liegen bei Google.“
dann habt ihr technisch ein neues System – organisatorisch aber weiterhin zwei Fotowelten.
Deshalb reicht oft ein einfacher Satz:
„Unsere Familienfotos liegen ab jetzt hauptsächlich in iCloud Fotos. Google lassen wir erst einmal bestehen, bis alles geprüft ist.“
Mehr muss die andere Person zunächst gar nicht wissen.
Aber mindestens zwei Menschen kennen jetzt das System.
Was ist, wenn eure Fotos sowieso überall liegen?
Vielleicht merkst du beim Lesen, dass Google Fotos gar nicht das einzige Problem ist.
Eure Bilder liegen zusätzlich auf mehreren Smartphones, in WhatsApp, auf einem alten Notebook, in iCloud oder noch auf einer externen Festplatte.
Dann würde ich nicht sofort fünf weitere Übertragungen starten.
Zuerst Überblick schaffen.
Wisst ihr, wo eure Familienfotos wirklich liegen?
Mit meinem kostenlosen Cloud-Check für Familien könnt ihr gemeinsam prüfen:
- wo eure Fotos und Videos liegen,
- welche Clouds ihr verwendet,
- welche Geräte wichtige Daten enthalten,
- welche Backups vorhanden sind,
- wer Zugriff hat,
- und wo möglicherweise noch Lücken bestehen.
Denn ein Wechsel schafft nur dann wirklich Ordnung, wenn ihr anschließend sagen könnt:
„Wir wissen, welches unser Hauptsystem ist.“
Und nicht:
„Jetzt liegen unsere Fotos halt zusätzlich noch in iCloud.“
Google Fotos oder iCloud: Es geht nicht um die bessere Marke
Ich würde aus dem Wechsel keine Glaubensfrage machen.
Google Fotos kann hervorragend funktionieren. iCloud Fotos ebenfalls.
Entscheidend ist:
Was passt besser zu eurer Familie?
Ein digitales Familiensystem wird nicht dadurch gut, dass möglichst viele Dienste beteiligt sind.
Es wird gut, wenn es einfach genug ist, dass ihr auch in drei Jahren noch wisst:
- Wo liegen unsere Fotos?
- Wo kommen neue Bilder hin?
- Wie sind sie zusätzlich gesichert?
- Und weiß auch mein Partner, wie unser System funktioniert?
Das ist für mich wesentlich wichtiger als das Logo über der Cloud.
Bei 30.000 Fotos überträgst du nicht nur Dateien
Ein großer Fototransfer wirkt zunächst wie eine technische Aufgabe.
30.000 Bilder. 200 GB. Ein paar Klicks.
Aber für eine Familie sind das keine 30.000 Dateien.
Dort liegen vielleicht der erste Geburtstag, der Urlaub mit Dauerregen, das alte Kinderzimmer, der erste Schultag, Weihnachten bei Oma und Opa und tausende völlig normale Alltagssituationen.
Technisch sind es Dateien.
Für euch ist es Familiengeschichte.
Deshalb würde ich bei so einem Wechsel nicht hektisch arbeiten.
Meine Reihenfolge ist:
kopieren → prüfen → ankommen → später aufräumen
Oder anders gesagt:
Du musst beim Wechsel nicht springen. Du kannst eine Brücke bauen.
Fazit: Google Fotos zu iCloud übertragen – so würde ich vorgehen
Wenn du Google Fotos zu iCloud übertragen möchtest, würde ich diese Reihenfolge wählen:
- Entscheide, ob iCloud künftig wirklich euer Hauptsystem sein soll.
- Prüfe, ob eure wichtigen Fotos bei Google vorhanden sind.
- Aktiviere iCloud Fotos und iCloud Drive.
- Stelle sicher, dass genügend iCloud-Speicher vorhanden ist.
- Prüfe, ob der direkte Transfer für deinen Apple Account verfügbar ist.
- Öffne Google Datenexport.
- Starte einen Export aus Google Fotos.
- Wähle „Apple – iCloud-Fotos“ als Ziel.
- Melde dich mit deinem Apple Account an und erlaube die Übertragung.
- Lass den Transfer vollständig abschließen.
- Prüfe anschließend das Album „Import von Google“ in Apple Fotos.
- Kontrolliere bei fehlenden Dateien zusätzlich iCloud Drive.
- Teste einige alte und neue Fotos sowie Videos.
- Lass Google Fotos zunächst bestehen.
- Räume erst später auf, wenn das neue System für euch wirklich funktioniert.
Der wichtigste Gedanke dabei:
Du musst beim Wechsel nicht alles auf eine Karte setzen.
Deine bisherigen Google-Fotos bleiben zunächst erhalten, während eine Kopie zu Apple übertragen wird.
Und gerade bei Familienerinnerungen finde ich das die entspanntere Lösung.
Erst wenn du sagen kannst:
„Unsere Fotos sind angekommen. Wir finden sie. Und wir wissen, wie es ab jetzt weitergeht.“
ist der Wechsel wirklich abgeschlossen.
Häufige Fragen: Google Fotos zu iCloud übertragen
Kann ich Google Fotos direkt zu iCloud übertragen?
Ja. Google und Apple ermöglichen eine direkte Übertragung einer Kopie aus Google Fotos zu iCloud Fotos. Dafür öffnest du Google Datenexport, startest einen Export aus Google Fotos und wählst „Apple – iCloud-Fotos“ als Ziel. Ein vorheriger Download der kompletten Sammlung auf den Computer ist dafür nicht erforderlich.
Werden meine Google Fotos nach der Übertragung gelöscht?
Nein. Durch die Übertragung werden deine vorhandenen Inhalte bei Google nicht automatisch gelöscht. Es wird eine zusätzliche Kopie zu iCloud Fotos übertragen.
Wie lange dauert die Übertragung von Google Fotos zu iCloud?
Das hängt von der Größe deiner Fotobibliothek ab. Apple gibt an, dass die Übertragung mehrere Stunden bis einige Tage dauern kann.
Brauche ich genügend iCloud-Speicher?
Ja. Vor dem Start solltest du sicherstellen, dass ausreichend iCloud-Speicher für die zu übertragenden Fotos und Videos vorhanden ist.
Warum wird „Apple – iCloud-Fotos“ bei mir nicht angezeigt?
Der Dienst muss für deinen Apple Account verfügbar sein. Außerdem funktioniert der direkte Import derzeit nicht mit Kinderaccounts oder verwalteten Apple Accounts. Auch bei aktiviertem erweitertem Datenschutz für iCloud steht dieser Importweg derzeit nicht zur Verfügung.
Wo finde ich meine Google Fotos anschließend bei Apple?
Nach erfolgreichem Transfer erscheinen die Inhalte in Apple Fotos. Apple legt ein Album namens „Import von Google“ mit dem Datum der Übertragung an.
Was passiert mit nicht unterstützten Dateien?
Foto- oder Videodateien, die nicht direkt in iCloud Fotos importiert werden können, können stattdessen in iCloud Drive in einem entsprechenden „Import von Google“-Ordner abgelegt werden.
Werden Fotos in voller Qualität übertragen?
Apple gibt an, dass Fotos und Videos in der Auflösung übertragen werden, die Google für den Export zur Verfügung stellt.
Muss ich Google Takeout als ZIP-Datei herunterladen?
Nein, nicht für den direkten Transfer zu iCloud Fotos. Ein klassischer Takeout-Download ist eher sinnvoll, wenn du zusätzlich eine lokale Kopie auf deinem Computer oder einer externen Festplatte erstellen möchtest.
Soll ich Google Fotos nach dem Wechsel sofort löschen?
Das würde ich nicht empfehlen. Nutze iCloud Fotos zunächst im Alltag und prüfe wichtige alte und neue Bilder sowie Videos. Erst wenn du sicher bist, dass das neue System für euch funktioniert und gegebenenfalls eine zusätzliche Sicherung vorhanden ist, würde ich über größere Löschaktionen bei Google nachdenken.




